Probe „My fair Lady“: Hinter den Kulissen des Naturtheaters

Ei ei, was läuft denn da: Das Regieteam für „My fair Lady“ bei einer der ersten Proben, noch im alten Theatersaal. Der Trubel hat längst begonnen; neben der szenischen Arbeit wird am Tanz, am Gesang, an Requisiten oder am Bühnenbild gearbeitet. Bei allem Aufwand: Die Fäden laufen zusammen bei (von rechts) Marita Kasischke, Petra Pfisterer und Aneka Rehak.
Ei ei, was läuft denn da: Das Regieteam für „My fair Lady“ bei einer der ersten Proben, noch im alten Theatersaal. Der Trubel hat längst begonnen; neben der szenischen Arbeit wird am Tanz, am Gesang, an Requisiten oder am Bühnenbild gearbeitet. Bei allem Aufwand: Die Fäden laufen zusammen bei (von rechts) Marita Kasischke, Petra Pfisterer und Aneka Rehak. © Foto: Simon Hörit
Heidenheim / HZ 10.02.2017
Die Proben für „My fair Lady“ haben mittlerweile begonnen. Und im Naturtheater ist schon mächtig was los: Ein erster Blick hinter die Kulissen.

Für die Zuschauer geht's im Naturtheater erst im Sommer los; Premiere ist am 23. Juni. Doch der Trubel hat längst begonnen, wie ein Blick hinter die Kulissen von „My fair Lady“ zeigt.

Chorleiter Benjamin Samul möchte, dass seine Sänger einen sitzen haben – ein Legomännchen nämlich, das auf den Backen sitzen kann – dann erst ist die Backenhaltung die richtige, so der musikalische Leiter, dessen Professionalität überall schnell Respekt errungen hat.

Die Choreographinnen Katharina Schimmele und Christiane Fleck fordern reduzierte Bewegungen: für Ascot bitte „Botoxgesichter“ und bloß keine schnellen Schritte!

Auf dem Blumenmarkt darf's dann wieder lebendig zugehen.

Die Proben im Naturtheater sind in vollem Gange

Und die Spieler jagen von einer Probe zur anderen: Singen, Tanzen, szenische Proben, Sprechen im Berliner Dialekt oder vornehm geziert wie der britische Adel – da ist bereits jetzt jede Menge zu tun.

Das gilt natürlich in besonderer Weise für die Hauptdarsteller, die Elizas, die Pickerings, die Higgins’ und Doolittles. Die sind vor allem damit beschäftigt, endlich ihren Text zu können, um möglichst ohne Textbücher proben zu können. Denn die behindern doch sehr im freien Spiel, vor allem wenn die Hände eigentlich mit Blumenkorb, Bierglas oder Vogelkäfig ausgelastet sind.

Und die Spieler freuen sich auf ihre Kostüme: Kostümbildnerin Bärbel Krause hat nämlich bereits erste Entwürfe für die Ladies beim Pferderennen und beim Ball, aber auch für das Marktvolk vorgelegt und dabei mit ihren Farbwelten und Schnitten beeindruckt.

Professor Higgins hat bereits jetzt seinen Tweedanzug und Eliza könnte schon Blumen verkaufen: Ihr Kostüm hängt schon bereit im Fundus.

Zwischen Technik und Regie

In der Technik werden Scheinwerfer, Monitore, Kabel und Steckdosen gecheckt; und das Team Maske unter Inge Eisenschmid sinniert über Bärte und kunstvolle Frisuren, die dann unter nicht minder kunstvolle und möglichst skurrile Hüte gesteckt werden, worüber wiederum Bärbel Krause sich den Kopf zerbricht.

Uwe Liewehr, der Tüftler im Theater, lässt monströse Sprachapparate für Professor Higgins entstehen. „Tür oder nicht Tür“ fragt man sich im Bühnenbau, der wegen Schnee und Kälte zwar noch nicht auf der Bühne werkeln kann, aber doch sämtliche Vorbereitungen trifft, damit der Bühnenbildentwurf von Aylin Kaip sofort umgesetzt werden kann. Monika Zemler, die Requisiteurin, arbeitet die lange Liste an gewünschten Gerätschaften ab.

Regieassistentin Aneka Rehak laboriert am Probenplan, der eine Wissenschaft für sich ist.

Vorverkauf zu „My fair Lady“ läuft bestens

Und der Vorverkauf? Läuft bestens. Und was macht die Regie? Die überlegt beispielsweise, welches Teegeschirr wohl Mrs. Higgins hat, womit Pickering telefoniert, welche Texte ins Programmheft sollen, wie weitere Sänger in den Chor zu bekommen sind.

Und das Regieteam, bestehend aus Marita Kasischke und Petra Pfisterer sowie ihrer Assistentin Aneka Rehak, hält die Fäden für all die vielen Beteiligten zusammen. Das alles natürlich neben der eigentlichen Aufgabe: die prächtigen Szenen in „My fair Lady“ entstehen zu lassen. Und freut sich, dass alle mit Feuereifer bei der Sache sind.

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