Fußball-WM Kroaten in Heidenheim: „Es feiern alle mit beim Autokorso“

Heidenheim / Edgar Deibert 13.07.2018
Bislang hatten auch die in Heidenheim lebenden Kroaten viel Grund zur Freude. Am Sonntag auch?

Die vergangenen Wochen waren ein Traum für Fußballfans, zumindest wenn sie es nicht mit der Deutschen Nationalelf hielten. Nun stehen sich am morgigen Sonntag Frankreich und Kroatien im Finale gegenüber.

So ein Autokorso, der ist schön. Dadurch kann man der eigenen Freude Ausdruck verleiten – und andere daran teilhaben lassen. Deutsche Fans hatten bei der Fußball-Weltmeisterschaft nur einmal einen Grund im Kreis durch Heidenheims Innenstadt zu fahren und dabei „Schlaaaaaaaand!“ zu brüllen.

Rund 1000 Kroaten im Landkreis

Besser schnitten da andere Nationen ab. Besonders Kroaten, oder Deutsche mit kroatischen Wurzeln, mussten in letzter Zeit ihre Kondition unter Beweis stellen – so ähnlich wie die kroatische Nationalmannschaft auf dem Platz. Natürlich feiern Kroaten (offiziell lebten Ende 2015 im Landkreis 924 Kroaten) gebührend die Siege ihrer Nationalmannschaft.

Mittendrin ist Luca Janic, dessen Vater Kroate ist. Der 18-Jährige nahm an der HZ-Umfrage „Wer wird Weltmeister?“ teil – und tippte natürlich Kroatien als Weltmeister. So manch einer sei zu Beginn des Turniers durchaus skeptisch gewesen, ob die kroatische Nationalmannschaft weit komme werde. Doch die letzten Zweifel seien spätestens nach dem 3:0-Gruppensieg gegen Argentinien beseitigt gewesen, sagt Janic.

Auch andere Nationen feiern mit

Zuletzt habe er sich die Spiele zusammen mit Freunden in einer Bar angeschaut. Und anschließend ging's – na klar – im Autokorso durch Heidenheim. Bemerkenswert findet es Janic, dass dann alle mitfeiern, auch andere Nationalitäten. „Die Stimmung ist richtig geil“, schwärmt der Giengener. Dabei lebten seiner Einschätzung nach gar nicht so viele Kroaten in der Region. „Viel mehr leben in Stuttgart und Esslingen“, so Janic.

Im Finale gegen Frankreich am Sonntag sieht er die Chance auf eine kroatischen Sieg zwar bei 40:60. Allerdings weiß Janic ganz genau: „Die Mannschaft wird richtig Gas geben und sich förmlich zerreißen.“

Und falls es doch „nur“ zu Platz zwei reicht? „Dann wäre ich sicher nicht enttäuscht. Die Silbermedaille wäre auch gut.“

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