Familie Neues Halbjahresprogramm vom Verein „Kinder und Kunst“

Ist ja alles so schön bunt hier: Auch das „Farbenwunder Seifenblase“ war schon Thema eines Kurses des rührigen Heidenheimer Vereins „Kinder und Kunst“. Auch fürs neue Halbjahr gibt's farbenfreudige Angebote.
Ist ja alles so schön bunt hier: Auch das „Farbenwunder Seifenblase“ war schon Thema eines Kurses des rührigen Heidenheimer Vereins „Kinder und Kunst“. Auch fürs neue Halbjahr gibt's farbenfreudige Angebote. © Foto: Beate Gabriel
Heidenheim / Manfred Allenhöfer 03.03.2017
Der Heidenheimer Verein bietet für Kinder ab vier Jahren sowie für Familien ein Programm, bei dem es nicht nur um „Malen – Zeichnen – Bauen“ geht.

Der neue Kulturagent für drei Heidenheimer Schulen? Nein, das ist kein Konkurrent. Wir arbeiten auf benachbartem Terrain und sind in gutem Kontakt. Schon deshalb, weil er ja auf viele unserer Mitarbeiter zugreift“: Johanna Bauer, Geschäftsführerin von „Kinder und Kunst“, sieht den neuen Akteur, der in Heidenheim (Schul-) Kinder und Kunst zusammenbringen möchte, mit entspannter Gelassenheit.

Man hat den „Kulturagenten“ Thomas Kümmel, Künstler aus Halle und für vier Jahre angestellt, um an bislang drei städtischen Schulen kreatives Gestalten zu intensivieren, auch bereits kennengelernt: „Das ist ein sympathischer Mann“, sagt Johanna Senoner Nusser, Bauers Partnerin bei der Geschäftsführung des Vereins. Man verhehlt freilich nicht, dass das eine oder andere auch vom ortsansässigen Verein, der auf diesem Gebiet ja seit über 30 Jahren tätig ist, hätte erledigt werden können. Aber man weiß natürlich auch, dass die Mittel aus jeweils unterschiedlichen Töpfen stammen.

Kinder und Kunst: Resonanz ist gut

Nein, die Aktiven von „Kiku“ machen ihre Arbeit unverdrossen; druckfrisch liegt jetzt der Flyer vor, der das neue Halbjahresprogramm (bis zum Sommer) auflistet.

Und mit der Resonanz auf die Angebote des Vereins ist man nach wie vor zufrieden: 18 Kurse wurden im letzten Halbjahr abgehalten, mit denen man 115 Kinder aus Stadt und Kreis Heidenheim angesprochen hat: „Da ist uns egal, woher sie stammen“, sagt Johanna Bauer. Bei der museumspädagogischen Arbeit mit Schulklassen freilich mache man einen Unterschied: „Für Heidenheimer Schüler sind unsere Angebote umsonst“; auswärtige Schulen müssen zahlen.

477 Schüler konnte man damit erreichen. Die meisten Teilnehmer fanden sich für die Lichtinstallation der Heidenheimer Künstlerin Beate Gabriel, die ja auch als Dozentin aktiv ist für „Kinder und Kunst“: 180 Kinder wurden durch „Fiat lux“ geführt.

„Kinder und Kunst“ engagiert sich auch für Flüchtlingskinder: Vier verschiedene Projekte wurden abgehalten, darin auch eine geleitet von der syrischen Kunsterzieherin Laila Said. Die Kurse für diese Kinder, meist im Grundschulalter, aber teils auch für Teilnehmer mit 13 oder 14 Jahren, wurden meist von zwei Dozenten geleitet; Grundsprache ist Deutsch: „Damit lässt sich gut kommunizieren“, hat Bauer auch selber erfahren. „Man braucht oft gar nicht so viele Worte, um kreativ zu arbeiten“.

Mit der Caritas gab's eine Zusammenarbeit unter dem Titel „Kids leben Heidenheim“. Schulkooperationen waren vier möglich, mit ganz unterschiedlichen Schultypen, darunter auch der Christophorus-(Förder-)Schule. Auch die Zukunftsakademie ist ein Partner; Kiku hat sich auch an der Museumsnacht beteiligt, bei der 100 Kinder angesprochen werden konnten.

Mit neun Kursen geht's nun ins neue Halbjahr: „Unser Schwerpunkt ist wie immer Malen – Zeichnen – Bauen“, sagt Johanna Senoner Nusser: Das Wort „Basteln“ sei bei Puristen eher verpönt. „Und die Kinder sagen ohnehin meistens ,Wir arbeiten'“, schmunzelt Bauer.

Die Kurse richten sich, altersmäßig gestaffelt, an Kinder frühestens im Alter von vier Jahren. Viele wandern dann die unterschiedlichen Angebote durch, lernen dabei viele Gestaltungsmöglichkeiten, Techniken, Materialien kennen – und auch Dozenten. „Es gibt da eine große Kontinuität“, weiß Bauer; und Senoner ergänzt: „Die Kinder dürfen gerne Einfluss nehmen – in der Regel wissen die ziemlich genau, was sie wollen“. Und das sei auch gut und richtig so.

„Kiku“: Vielseitiges Halbjahresprogramm

Kurs eins ist ein „Klassiker“, der gemeinsam, ja: synästhetisch geleitet wird von der bildenden Künstlerin Senoner Nusser und der Musikerzieherin Birgit Schmitz-Rode: „Rot - gelb - blau und andere Klänge“ nennt sich das; materielle Ergebnisse werden das Wartezimmer der Musikschule schmücken. „1001 Farbe“ leitet dann Johanna Bauer; Bildhauerin Kathrin Vahle-Jochner baut bei „Die Piraten kommen“ Schiffe und schwimmfähige Objekte. Fantasiesprühende Szenarien schafft Beate Gabriel; Thema: „Reisen als Riesen im All und auf Augenhöhe mit Käfern“.

„Grün - lila – Orange“ bietet dann Senoner Nusser sowie, in einem zweiten Kurs, Ulrike Beulich-Pfeiffer an. Platz für auch ausgefallene Ideen ist dann bei „Malen – Zeichnen – Bauen“ mit Beate Gabriel. Vahle-Jochner nimmt die Junge Oper auf („Kiku goes OH“). Gebrannt wird in der Tonwerkstatt Beulich-Pfeiffers, wo „Muschel oder Krebs“ die Alternative ist.

Dann gibt es wieder vier Offene Museumswerkstätten, adressiert an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, gerne im familiären Verbund. Man kann auch mit Unterstützung von Kiku eine Geburtstagsfeier ausrichten.

Das museumspädagogische Programm deckt die Ausstellungen des Hauses ab, in dessen Keller sich ja die mit einer Unzahl von möglichen Materialien ausgestattete Werkstatt befindet.

Anmeldungen

Seit diesem Halbjahr ist eine Anmeldung für Kurse von „Kinder und Kunst“ auch über die Homepage des Vereins möglich. Ansonsten sind Kontakte und Reservierungen möglich unter kinderundkunst.heidenheim sowie 07321.3274814.