Debatte 53 Jahre Rommeldenkmal: Geschichtswerkstatt demonstriert Ablehnung

Die Mitglieder der Geschichtswerkstatt demonstrieren ihre Ablehnung gegenüber dem Gedenkstein für Erwin Rommel.
Die Mitglieder der Geschichtswerkstatt demonstrieren ihre Ablehnung gegenüber dem Gedenkstein für Erwin Rommel. © Foto: Joachim Bozler
Heidenheim / 12.11.2014
Genau vor 53 Jahren wurde auf dem Zanger Berg ein Denkmal für den Nazi-General Erwin Rommel aufgestellt, der in Heidenheim geboren wurde. Die Geschichtswerkstatt, die sich seit einigen Jahren um einen Abbau oder eine Umgestaltung des Denkmals bemüht, brachte am Mittwoch deshalb ein Foto am Denkmal an.

Die historische Aufnahme entstand 1940 nach dem Frankreich-Feldzug Deutschlands in Paris und zeigt Erwin Rommel beim Gruß vor Adolf Hitler. „Wir wollen daran erinnern, dass man den Mut haben sollte, etwas anderes aus dem Denkmal zu machen“, sagte Manfred Maier von der Geschichtswerkstatt. Der Historiker Dr. Wolfgang Proske ergänzte: „Die Forderung, das Denkmal abzubauen, besteht nach wie vor.“ Nach dem der Gemeinderat im Juli beschlossen hatte, „Planungen für einen Gedenkort“ zu begleiten, ist es für die Geschichtswerkstatt unklar, wie es nun weitergehen soll. Maier: „Die Stadt ist jetzt am Zug“. 

Ein Video von der Veranstaltung in kleiner Runde gibt es auf der Facebookseite der Heidenheimer Zeitung.