Heidenheim Brenzbahn: 3900 Schwellen müssen ausgetauscht werden

Während der Bauarbeiten ist sowohl der Bahnübergang an der Heidenheimer Straße als auch derjenige an der Baindtstraße zeitweise geschlossen – auch ohne Zugverkehr.
Während der Bauarbeiten ist sowohl der Bahnübergang an der Heidenheimer Straße als auch derjenige an der Baindtstraße zeitweise geschlossen – auch ohne Zugverkehr. © Foto: Sabrina Balzer
Heidenheim / Michael Brendel 16.08.2018
Am Samstag beginnen auf der Brenzbahn zwischen Heidenheim und Schnaitheim Sanierungsarbeiten. Ein Bus-Ersatzverkehr wird eingerichtet.

Selbst wenn's die Werbung glauben machen will: Beton hält nicht ewig. Das gilt auch für Eisenbahnschwellen, und die müssen jetzt zwischen Heidenheim und Schnaitheim ausgetauscht werden. Im Unterschied zu Straßenbaustellen kann der Verkehr während der Arbeiten nicht einfach umgeleitet werden. Stattdessen ist die Brenzbahn auf diesem Abschnitt für den Zugverkehr eine Woche lang komplett dicht.

Währenddessen übernehmen Busse den Transport der Fahrgäste. Der Schienenersatzverkehr (SEV) ist von Samstag, 18. August, bis einschließlich Freitag, 24. August, zwischen Heidenheim und Königsbronn unterwegs.

Busse in beiden Richtungen

Auf der Achse Ulm-Aalen-Crailsheim verkehren Bahnangaben zufolge die Regional-Express-Züge (RE) sowie die Interregio-Express-Züge (IRE) bis Heidenheim planmäßig. Dort besteht Anschluss an die SEV-Busse. In Königsbronn können Reisende mit Zielrichtung Crailsheim in einen Anschlusszug umsteigen. In Richtung Ellwangen stehen die später abfahrenden IRE-Züge über Aalen bereit.

Die RE-Züge aus Crailsheim und Ellwangen fahren planmäßig bis Königsbronn (da sie nicht in Unterkochen halten, müssen Reisende von und nach Unterkochen die IRE-Züge nutzen). In den Morgenstunden fahren die RE-Züge aus Aalen vor der im Fahrplan aufgeführten Zeit ab. Zwischen Königsbronn und Heidenheim besteht Anschluss an die SEV-Busse. Ab Heidenheim stehen IRE-Züge sowie zusätzlich eingesetzte RE-Züge mit Umstieg in Langenau Richtung Ulm zur Verfügung.

Baustelle 2300 Meter lang

Wie eine Bahnsprecherin auf Anfrage mitteilte, misst die gesamte Baustelle ca. 2300 Meter. Sie ist in zwei Abschnitte unterteilt, wobei in einem davon, der sich über 340 Meter erstreckt, rund 600 alte Holz- durch Betonschwellen ersetzt werden müssen. Auf den restlichen 1960 Metern werden anstelle der knapp 3300 Betonschwellen, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, neue verlegt.

Der gesamte Aufwand dient dem Ziel, auch weiterhin einen sicheren Betrieb auf der Schiene gewährleisten zu können.

Lauteste Arbeiten tagsüber

Die lärmintensivsten Arbeiten sollen tagsüber vonstatten gehen. Je nach Bauablauf, so die Bahn, könne es aber auch erforderlich sein, sie in die Abend- und Nachtstunden zu verlegen. Besonders spektakulär dürfte der Einsatz eines gut 70 Meter langen Umbauzugs mit einem Gewicht von mehr als 200 Tonnen sein.

Auswirkungen haben die Arbeiten an der Brenzbahn auch auf den Straßenverkehr: Der Bahnübergang an der Heidenheimer Straße ist vom 20. August, 19 Uhr, bis zum 23. August, 7 Uhr, teilweise gesperrt. Währenddessen gibt es eine ausgeschilderte Umleitung über Würzburger Straße (B 19), Nördlinger Straße (B 466), Seewiesenbrücke, Schnaitheimer Straße und Heidenheimer Straße.

Während vorübergehenden Sperrungen des Bahnübergangs an der Baindtstraße vom 18. August, 0 Uhr, bis zum 20. August, 19 Uhr, sowie vom 23. August, 7 Uhr, bis zum 28. August, 7 Uhr, steht als Ausweichmöglichkeit der Bahnübergang an der Heidenheimer Straße zur Verfügung.

Teils Hunderte Meter Fußweg zu den Bushaltestellen

Die Haltestellen der Ersatzbusse befinden sich nicht in jedem Fall direkt unmittelbar beim jeweiligen Bahnhofsgebäude.

In Heidenheim ist ein Halt an Bussteig 11 des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) eingerichtet. In Schnaitheim müssen die Fahrgäste eine etwa 300 Meter lange Strecke über den Fischerweg zur Kreuzung mit der Würzburger Straße zurücklegen. Dort befinden sich beidseits der Straße Haltestellen.

In Itzelberg liegt ein 470 Meter langer Fußweg via Brückenstraße zwischen dem Bahnhof und der Haltestelle Urspring an der B 19. In Königsbronn liegen die beiden Bushaltestellen wenige Meter von den Bahnsteigen entfernt direkt an der Heidenheimer Straße (B 19). Fahrräder werden in den Ersatzbussen nicht mitgenommen.

Die Bahn weist ihre Kunden darauf hin, dass sie eine Woche lang abweichende und teilweise längere Fahrzeiten erwarten. Informationen sind sowohl in den Bahnhöfen als auch im Internet unter deutschebahn.com/bauinfos verfügbar.

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