Campus 2500 Studierende: Die DH wächst und wächst

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erwin bachmann 04.10.2013
Zum aktuellen Studienstart gehen an der DHBW Heidenheim um die 850 Erstsemester neu ins Rennen.

Die Zahl der Studienanfänger liegt damit auf Vorjahresniveau, doch in ihrer Gesamtheit setzt die Heidenheimer Hochschule ihren bereits seit Jahren andauernden Wachstumskurs weiter fort. Schon 2011 war die Zahl aller hier an der DH Studierenden um zehn Prozent auf 1820 gesteigert worden. Nur ein Jahr später hatte man die 2000er-Marke geknackt und gleich um 100 überschritten – und jetzt, zu Beginn des neuen Wintersemesters, verzeichnet man mit rund 2500 Studenten neuerlich einen Rekord.

60 neue Studenten in Gesundheitsstudiengängen

Zuwachs haben zudem die in unterschiedlichem Maße wachsenden Fakultäten der Hochschule bekommen. Zum ersten Mal werden jetzt auch die rund 60 Studenten der neuen Gesundheitsstudiengänge zu den Vorlesungen an die DH kommen, nachdem sie ihr erstes Jahr der praktischen Ausbildung in den verschiedenen Betrieben und Einrichtungen hinter sich haben. Der neue Studiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“, der zusammen mit dem Bezirkskrankenhaus Günzburg und den Bezirkskliniken Schwaben gegründet worden ist, zielt auf die Ausbildung von Fachkräften in den Bereichen Ergotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Physiotherapie.

Der zweite neue Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ wurde mit dem Universitätsklinikum Ulm ins Leben gerufen und dient der Aus- und Weiterbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern, Kinderkrankenpflegern und Hebammen.

Für komplexe Aufgaben gut gerüstet

Neu ist auch der Studiengang „Medizintechnische Wissenschaften“, der auf zwei Zielgruppen – medizintechnische und operationstechnische Assistenten – ausgerichtet ist. Das Studium vertieft die vorhandenen Kenntnisse der beiden Ausbildungsberufe mit berufsspezifischen Modulen und erweitert die Fähigkeiten der Studierenden in den Bereichen der medizintechnischen Wissenschaften. „Somit sind die Absolventen für die komplexen Aufgaben im Gesundheitswesen optimal ausgebildet,“ sagt Dr. Jana Schliewe, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der DH Heidenheim. Das Studium qualifiziert die Absolventen insbesondere für eine Tätigkeit in Kliniken und medizinischen Versorgungszentren, bei niedergelassenen Ärzten, in der medizintechnischen, biotechnologische und pharmazeutischen Industrie, darüber hinaus in Forschungseinrichtungen sowie in Berufsfachschulen und Bildungseinrichtungen.

Im Zuge der Erweiterung des Studienangebots sind auch neue Professoren an die Duale Hochschule gekommen. Studiengangleiter der Medizinischen Wissenschaften ist Prof. Dr. Wolfgang Weidemann, der vorher eine Professur an der Uni Ulm mit dem Forschungsschwerpunkt Endokrinologie hatte. Zweite im Bunde ist Prof. Dr. Claudia Winkelmann. Die Leiterin des Studiengangs „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ war zuvor Leiterin der Stabsstelle Physikalische Midizin und Rehabilitation am Universitätsklinikum Leipzig. Die 43-Jährige hat Erfahrungen als Physiotherapeutin gesammelt und im Bereich Gesundheitsökonomie promoviert.