Heidenheim / hz  Uhr
Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb kontrolliert ab dieser Woche Inhalte der Biotonnen auf Plastik. 25 Euro kostet ein Fehlwurf in die Biotonne.

Erstmalig werden ab dieser Woche falsch befüllte Biotonnen über eine Sonderleerung als Restmüll entsorgt. Dies kündigt der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb an.

Plastiktüten und auch sogenannte biologisch abbaubare Plastiktüten und andere Fremdstoffe bereiteten im Biokompostwerk in Mergelstetten große Probleme, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Plastiktüten müssen – ebenso wie die andere Störstoffe wie Windeln, Dosen, Glas oder Supermarkttragetaschen – aufwendig herausgesiebt und als Restmüll entsorgt werden. „Fremdstoffe stören nicht nur den Prozess der Kompostierung, sondern sie mindern auch die Qualität des Kompostes“, teilt der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb mit. Die Gütekriterien für den bislang ausgezeichneten Heidenheimer Qualitätskompost seien hoch und erforderten derzeit eine Nachsortierung. Die Kosten hierfür seien letztlich von allen Gebührenzahlern zu tragen.

Aus diesen Gründen startete der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in den den letzten beiden Jahren in verschiedenen Gebieten im Landkreis umfangreiche Aufklärungsaktionen und Kontrollen der Biotonnen. Um die Qualität des Bioabfalls weiterhin zu verbessern, werden ab dieser Woche in verschiedenen Gebieten im Landkreis Biotonnen kontrolliert. Die betroffenen Haushalte werden vorab vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb schriftlich informiert.

Es wird auch nochmals erläutert, was in die Biotonne darf und was nicht. Haushalte, die trotz dieser Aufklärung weiterhin Fremdstoffe in die Biotonne werfen, müssen damit rechnen, dass der Inhalt ihrer Biotonne ohne weitere Ankündigung kurzerhand als Restmüll behandelt wird, heißt es vonseiten des Abfallwirtschaftsbetriebs. Diese falsch befüllten Biotonnen werden dann von einem Restmüllfahrzeug geleert. Für diesen zusätzlichen Aufwand wird den betroffenen Haushalten eine Verwaltungsgebühr von 25 Euro pro Leerung berechnet.

„Ziel dieser Aktion ist es, den kostspieligen Aufwand bei der Nachsortierung des Bioabfalls und der Entsorgung der Störstoffe zu verringern und eine Sensibilisierung zu bewirken. Dadurch können wir die Qualität unseres Komposts auch künftig sicherstellen“, betont Markus Kraus, Leiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes.