Heidenheim / Silja Kummer  Uhr
Die Vorbereitungen in den Sanierungsgebieten Schnaitheim und Oststadt sind in vollem Gange. Fast 500 Bürger haben bereits Fragebögen zu ihren Quartieren ausgefüllt, in der Oststadt stehen die Stadtteilspaziergänge an.

Mitte Januar hat die Stadtverwaltung ungefähr 2000 Fragebögen an alle Oststadthaushalte verschickt. Abgefragt wird darin die Zufriedenheit mit dem Wohnquartier, und auch nach Verbesserungsvorschlägen wird gesucht. Innerhalb eines Monats haben bereit 345 Einwohner geantwortet. Oberbürgermeister Bernhard Ilg freut sich sehr über diesen Rücklauf. Daran lasse sich erkennen, dass es im Stadtteil eine hohe Bereitschaft gebe, im Rahmen der Stadtsanierung selbst aktiv zu werden, so der Oberbürgermeister.

Obwohl die vorbereitenden Untersuchungen noch gar nicht abgeschlossen sind, gab es bereits 22 Beratungstermine mit Eigentümern, die ihre Gebäude in der Oststadt sanieren wollen. In drei Fällen wurden sogar schon Vorverträge abgeschlossen. Das bedeutet, dass die Antragsteller mit der Sanierung schon anfangen dürfen und die Fördermittel später abrufen können.

Im Sanierungsgebiet Schnaitheim-Hagen ist die Beteiligung proportional gesehen sogar noch größer. Von 380 verschickten Fragebögen wurden dort 104 beantwortet. Dort hat es inzwischen drei konkrete Modernisierungsberatungen gegeben. Allerdings ist der Prozess in Schnaitheim schon einen Schritt weiter als in der Oststadt: Dort fand bereits Mitte Januar der Stadtteilspaziergang mit Oberbürgermeister Ilg, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und Vertretern anderer öffentlicher Einrichtungen statt. Ziel ist es, dabei Anregungen der Bewohner einzusammeln und Lösungen für vorhandene Probleme zu finden.

Die Eindrücke, die bei den Stadtteilspaziergängen zusammenkommen, sind Teil der sogenannten vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet. Denn Zuschüsse bekommt man nur für Investitionen, die mit den Zielen der städtebaulichen Erneuerungen übereinstimmen. Diese Ziele werden in einem integrierten Entwicklungskonzept formuliert.

Das Konzept beschreibt die städtebaulichen und strukturellen Zusammenhänge im Gebiet und schlägt konkrete Maßnahmen vor, mit denen diese Ziele erreicht werden. Bund, Land und Stadt fördern gemeinsam die Stadterneuerung und stellen Zuschüsse für öffentliche und private Investitionen bereit.

Das künftige Sanierungsgebiet Oststadt ist sehr groß. Es reicht von der B 19 bis zum Großen Bühl und vom Schmittenberg bis zum Siechenberg. Deshalb wird der Stadtteilspaziergang in zwei Touren aufgeteilt. Am Samstag, 20. Februar, ist um 14.30 Uhr Treffpunkt auf dem Parkplatz des Penny-Markts in der Kanalstraße 2. Die Tour durch den nördlichen Teil ist 2,8 Kilometer lang. Am Samstag, 12. März, ist um 14.30 Uhr Treffpunkt auf dem Lehrerparkplatz direkt neben dem Schillerkreisel gegenüber vom Schillergymnasium. Die Strecke durch den südlichen Teil ist zwei Kilometer lang. Beide Spaziergänge dauern ungefähr 90 Minuten.

Wie schon in anderen Sanierungsgebieten baut die Stadtverwaltung auf die Zusammenarbeit mit der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, deren Fachleute ebenfalls am Rundgang teilnehmen.