Heidenheim Christuskindergarten zieht in die Kirche um

Ein Anbau für die ganz Kleinen: Diese Zeichnung der Architektengruppe Wittmann zeigt die künftige Ansicht der Christuskirche von Süden, also von der Liststraße aus.
Ein Anbau für die ganz Kleinen: Diese Zeichnung der Architektengruppe Wittmann zeigt die künftige Ansicht der Christuskirche von Süden, also von der Liststraße aus. © Foto: Architektengruppe Wittmann
Heidenheim / Silja Kummer 13.11.2018
In der Weststadt zieht der Christuskindergarten ins Untergeschoss der Kirche um. Für eine Kleinkindgruppe wird ein Anbau errichtet. Sanierung und Neubau kosten zusammen 1,6 Millionen Euro.

Die Planungen für den Kindergarten der Christuskirche waren Thema in der Gemeinderatssitzung, denn von den 1,6 Millionen Euro Baukosten werden 1,1 Millionen Euro von der Stadt bezahlt. Die übrigen Kosten werden von der Evangelischen Kirche und dem Land gestemmt. David Mittner, Geschäftsbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie bei der Stadtverwaltung, erläuterte die Pläne.

Kein Platz für Kleinkinder

Das Bestandsgebäude des Kindergartens an der Liststraße habe einen zu hohen Sanierungsbedarf. Deshalb soll der Kindergarten umziehen ins Untergeschoss der Christuskirche. Dort allerdings fehle ein Mehrzweckraum und der Platz für eine Kleinkindgruppe, für die Bedarf besteht.

Ein Anbau an die Kirche in Richtung Westen soll jetzt Platz für eine U3-Gruppe inklusive Schlafraum sowie einen Mehrzweckraum für alle Kinder des Kindergartens bringen. Laut Mittner liegen die Gesamtkosten für Sanierung und Neubau bei 1,61 Millionen Euro. Neben dem Baukostenanteil von 1,1 Millionen Euro trägt die Stadt auch einen Teil der laufenden Kosten für den Kindergarten. Für die zusätzliche Kleinkindgruppe sind das für die Stadt jährlich ca. 56 000 Euro. Die Betriebskosten des Kindergartens mit zwei Gruppen liegen derzeit bei rund 300 000 Euro jährlich. Der Zuschuss der Stadt beträgt davon 147 000 Euro, nach dem Landeszuweisungen (70 000 Euro), Elternbeiträge (55 000 Euro) und ein Eigenanteil der Kirche (28 000 Euro) abgezogen sind.

Stadtrat Rudi Neidlein (SPD) fragte nach, was die Kirche mit dem Bestandsgebäude machen werde. Wenn es verkauft würde, sollte seiner Meinung nach die Stadt davon profitieren. Oberbürgermeister Bernhard Ilg betonte, dass die Kooperation mit der Kirche sinnvoll und nützlich sei, „sonst müssten wir komplett neu bauen.“ Deshalb sollte man den Baukostenzuschuss der Stadt nicht verknüpfen mit dem Verkauf des alten Gebäudes. Der evangelische Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff hatte bereits angekündigt, dass der alte Kindergarten abgerissen werde.

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