Invest 1,2 Milliarden: Voith verkauft seinen Kuka-Anteil

03.07.2016
Voith verkauft seinen Anteil von 25 Prozent am Roboterhersteller Kuka an den chinesischen Investor Midea. 1,2 Milliarden Euro bringt das ein.

Nachdem das Kuka-Management sich bereits für die Übernahme durch den chinesischen Investor Midea ausgesprochen hat, zieht nun auch die Voith-Gruppe als Großaktionär mit. Die Gesellschafter des Heidenheimer Familienunternehmens haben beschlossen, „den Kuka-Anteil von 25,1 Prozent in das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von Midea einzubringen“, teilte Voith am Sonntag mit.

Davon erhofft sich Voith 1,2 Milliarden Euro. Binnen rund anderthalb Jahren habe sich der Wert der Kuka-Beteiligung von Voith damit mehr als verdoppelt. Dieses Geld fließe vollständig in die Weiterentwicklung des Portfolios ein und solle die Zukunftsfähigkeit von Voith Heidenheim stärken. „Unser Einstieg bei Kuka hat sich strategisch als ein großer Erfolg erwiesen. Ich bin davon überzeugt, dass Voith einer der Gewinner dieses Übernahmeangebots ist“, sagt Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Voith GmbH.

„Die Beteiligung an einem Roboterhersteller war stets als ein weiterer Baustein für die Digitalisierung des Voith-Produktportfolios gedacht“, so Lienhard. Es sei unternehmerisch für Voith unter den jetzigen Vorzeichen sinnvoll, die Beteiligung an Kuka zu verkaufen. „Durch die Abgabe der Beteiligung können wir die bislang dort gebundenen Mittel nun flexibel in organisches Wachstum wie auch für attraktive Akquisitionen einsetzen.“

Die orangefarbenen Kuka-Roboter stehen als Synonym für die Automatisierung. Dementsprechend groß sind die Sorgen, dass Know-How nach China abwandern könnte. Doch es fand sich kein Gegenangebot zu den 115 Euro pro Aktie, die Midea zu zahlen bereit ist.