Heidenheim 160 000 Euro für Online-Marktplatz

Der Heidenheimer Ansatz zielt darauf ab, die Informationen zu mehr als 500 Anbietern, Einzelhändlern und Gastronomen durch einen Online-Shop zu ergänzen.
Der Heidenheimer Ansatz zielt darauf ab, die Informationen zu mehr als 500 Anbietern, Einzelhändlern und Gastronomen durch einen Online-Shop zu ergänzen. © Foto: Rudi Penk
Heidenheim / Michael Brendel 10.11.2018
Das Land unterstützt die bei einem Ideenwettbewerb erfolgreiche Plattform heidenheimerleben.de.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, und dafür auch noch eine beachtliche finanzielle Unterstützung erhalten – das ist der Stadt, dem Heidenheimer Dienstleistungs- und Handelsverein (HDH) und den Schloss Arkaden jetzt gelungen: Das Bündnis gehört zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs „Lokaler Online-Marktplatz“ und erhält vom Land 160 000 Euro für den Ausbau seines gemeinsamen Vorhabens, das sich im Internet unter der Adresse heidenheimerleben.de findet.

Die Plattform will zwei Trends unter einen Hut bringen: Zum einen werden im Einzelhandel mittlerweile geschätzt zehn Prozent des Umsatzes online erzeugt, zum anderen gewinnen regionale und lokale Produkte immer mehr an Bedeutung.

Der Heidenheimer Ansatz zielt darauf ab, die Informationen zu mittlerweile mehr als 500 Anbietern und Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern durch einen Online-Shop und die erforderliche Auslieferungslogistik zu ergänzen. Beabsichtigt ist, auch Großkuchen und Oggenhausen zu bedienen.

Bescheid vom Minister

„Förderwürdig“ lautete die Einschätzung der Jury. Und so nahmen der städtische Wirtschaftsbeauftragte Georg Würffel, der HDH-Vorsitzende Charles Simon sowie Roswitha Girdler, Center-Managerin der Schloss Arkaden, jetzt in Stuttgart den mit 160 000 Euro verknüpften Bescheid aus den Händen von Peter Hauk entgegen. Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bescheinigte den eingereichten Konzepten, mit innovativen und kreativen Lösungsansätzen zu zeigen, „wie eine Belebung des innerörtlichen Handels mit digitalen Werkzeugen im ländlichen Raum händler- und kundenfreundlich gelingen kann“.

Fast gleichlautend hatte Simon bei der Vorstellung des Projekts die Zielsetzung beschrieben. Oberbürgermeister Bernhard Ilg wertete die Förderzusage als „Baustein auf dem Weg zur digitalen Kommune, der vor allem die Einkaufsqualität für die Kunden steigert. Der Schulterschluss von Stadt, HDH, Schloss Arkaden und Heidenheimer Zeitung wurde belohnt“.

Die Förderung ist auf zwei Jahre angelegt und deckt die Personal- und Agenturkosten. Neben Heidenheim kamen sieben weitere Kommunen zum Zug: Murrhardt, Blaubeuren, Laichingen, Weingarten, Schönbrunn, Spechbach und Oberndorf. Die Fördersumme beträgt insgesamt 1,227 Millionen Euro.

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