ZWISCHENRUF: Im Nasswasen brauchts Maß und Ziel

ANDREA SPATZAL 30.08.2012

Hats das Gewerbegebiet Nasswasen gebraucht oder nicht? Die Antwort lautet wohl eher Ja. Die Stadt Hechingen hat seit 1995 (Stichwort Regionales Briefzentrum) mit großer Zähigkeit dafür gekämpft, hat den Regionalverband von der Notwendigkeit eines "Vorsorgestandorts" überzeugt, die Proteste der "Bürgerinitiative gegen das interkommunale Gewerbegebiet" abgewehrt und hat letztendlich an der B 27 mit über einer Million Euro Erschließungskosten Fakten geschaffen. Auch Häme mussten die Stadtoberen ertragen, weil es lange nicht danach ausgesehen hat, dass die Hightechinvestoren, die unbedingt auf dem "Filetstück" bauen wollen, Schlange stehen. Aber mit einem Schlag tauchen jetzt fünf Bauherren auf. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist also vorhanden, und der Nasswasen steht als 1a-Lage bereit, umgeben von Natur, nur fünf Kilometer Luftlinie von der Burg Hohenzollern entfernt und doch verkehrlich optimal zwischen B 27, B 32, L 410 und Bahnlinie gelegen. Allerdings: Die Stadt und auch die Investoren sollten sich dieses 1a-Standorts bewusst sein und damit behutsam umgehen. Von Bauvorschriften, die dieses Maß und Ziel verfehlen, sei an dieser Stelle ausdrücklich abgeraten.

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