Hechingen Zwei Titel für Willibald Fischer

Bei der Deutschen Meisterschaft des Bogensportverbands im rheinland-pfälzischen Hinzweiler hat ein Hechinger kräftig hingelangt. Die Podestplätze Blankbogen Herren Ü55 (von links nach rechts): Willibald Fischer (BW), Norbert Mayer (NRW) und Robert Golomb (NRW). Privatfoto
Bei der Deutschen Meisterschaft des Bogensportverbands im rheinland-pfälzischen Hinzweiler hat ein Hechinger kräftig hingelangt. Die Podestplätze Blankbogen Herren Ü55 (von links nach rechts): Willibald Fischer (BW), Norbert Mayer (NRW) und Robert Golomb (NRW). Privatfoto
Hechingen / SWP 21.08.2012
Solo Vizemeister, mit der Mannschaft Meister. Willibald Fischer aus Stetten, viele Jahre Sportlehrer am Gymnasium, hat die Schützengilde erfolgreich bei der Deutschen Meisterschaft der Bogenschützen vertreten.

Der Deutsche Bogensportverband veranstaltete in Hinzweiler (Rheinland-Pfalz) seine 15. Deutsche Meisterschaft in der Disziplin 3D-Runde. 450 Bogenschützen aller Altersklassen, die sich über die Landesmeisterschaften qualifiziert hatten, lieferten sich in der herrlichen Landschaft des nördlichen Pfälzer Waldes bei Kaiserslautern einen fairen Wettkampf, um die besten Schützen ihrer Disziplin herauszufinden. Mit dabei war Willibald Fischer von der Bogenabteilung der Schützengilde Hechingen in der Klasse Blankbogen Ü55.

Am ersten Tag musste ein Parcours mit 28 3D-Tierscheiben bewältigt werden, die auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern in das vorhandene Gelände eingebaut waren. Ein Pflock markierte jeweils die Abschussposition zum Ziel, dessen Entfernung jedoch unbekannt war. Maximal drei Pfeile durften auf jede Scheibe geschossen werden, wobei der erste Treffer gewertet wurde. Schnell stellte sich heraus, dass der Parcours hohe Anforderungen an die Schützen stellte. Steile An-und Abstiege, die stellenweise mit Seilen gesichert waren, erforderten Trittsicherheit und Kondition von den Teilnehmern.

Bei herrlichem Wetter war der Wechsel zwischen Licht und Schatten im Wald-und Wiesengelände ein weiterer erschwerender Faktor bei der Zielerfassung und der Entfernungsschätzung.

Für Willibald Fischer, der aus verbandstechnischen Gründen für seinen Zweitverein, den PSV Reutlingen, startete, verlief der erste Tag recht erfolgversprechend. Nach sechs Stunden Wettkampf lag er auf Rang 2 knapp hinter seinem Dauerrivalen, dem zig-fachen Deutschen Meister Norbert Mayer aus Nordrhein-Westfalen. Auch mit seiner PSV-Mannschaft lag der Stettener knapp hinter den Berliner Bogenschützen auf dem 2. Platz, sodass die Aussichten für den nächsten Tag sehr gut waren.

Der Sonntag stand dann im Zeichen der sogenannten Hunter-Runde, bei dem nur ein Pfeil pro Station geschossen werden durfte, was den mentalen Druck erhöhte. Auch bei dieser Disziplin waren auf einem neuen Parcours insgesamt 28 Ziele zu bewältigen. Die Ringzahlen beider Wettkampftage wurden dann am Ende zusammengezählt.

Zwei Stunden nach dem Wettkampfende standen die Ergebnisse endlich fest. Im Vorjahr noch Dritter, konnte Willibald Fischer dieses Mal seinen 2. Rang vom Vortag halten. Zusammen mit Oliver Gröning und Thomas Gröning vom PSV Reutlingen verdrängte der Zollernstädter dann in der Mannschaftswertung sogar die Berliner vom 1. Podiumsplatz.

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