Hechingen / Diana Maute Es ist einer der Dauerbrenner im Hechinger Terminangebot: Die HZ war früh am Tage zu Besuch in St. Luzen.

Donnerstagmorgen um kurz nach neun im Bildungshaus: Sonnenstrahlen dringen durch die Fenster des großen Speisesaals, der von Kaffeeduft und fröhlichem Stimmengewirr erfüllt ist. Immer mehr Besucherinnen finden sich ein, um den Tag mit einem guten Frühstück zu beginnen, gemeinsam Lieder zu singen und dem Vortrag des Referenten zu lauschen.

Wie Brigitte Steger vom Organisationsteam erklärt, ist dies genau die Mischung, die das Ökumenische Frauenfrühstück, das jeden Monat rund 35 Besucherinnen ins Bildungshaus lockt, ausmacht. „Wir haben Gäste aus Hechingen und den Teilorten, aber auch aus Bisingen und Haigerloch“, erklärt Steger. Viele davon sind seit langem Stammgäste, „es sind aber auch immer wieder neue Gesichter dabei.“

Gemeinsam mit Christl Barth und Sabine Wagner stellt Brigitte Steger die Veranstaltung auf die Beine und sorgt dafür, dass jedes Mal aufs Neue ein interessanter und lehrreicher Vortrag geboten wird. Ein ganz schöner Aufwand, denn schließlich will das Jahresprogramm lange im Voraus geplant und gut vorbereitet sein. „Referenten zu gewinnen ist eigentlich kein Problem, das klappt ganz gut“, sagt Brigitte Steger, die sich lange Jahre bei den Landfrauen engagierte und viel Erfahrung im Ehrenamt hat. Gemeinsam mit ihrem Mann Manfred organisiert sie seit einiger Zeit auch den Nachmittagstreff, der monatlich – meist am Mittwochnachmittag – im Bildungshaus stattfindet und unter dem Motto „informativ und unterhaltsam“ ebenfalls mit spannenden Vorträgen aufwartet.

Eine weitere wichtige Komponente ist dort wie auch beim Frauenfrühstück das gesellige Miteinander, denn es darf beim Treffen natürlich ausgiebig „geschwätzt“ werden. Schließlich sitzt man gemeinsam am Tisch, trifft alte Bekannte und lernt neue kennen. Kein Wunder also, dass mächtig Leben herrscht im Speisesaal und Brigitte Steger sich mit lauter Stimme Gehör verschaffen muss, als sie verkündet: „Wir beginnen.“ Organistin Anneliese Schmid greift daraufhin in die Tasten ihres Instruments und stimmt das „Morgenlied“ an, das gemeinsam gesungen wird – ein schönes und klangvolles Ritual beim Frauenfrühstück.

Gleich darauf tritt Christel Barth ans Mikrofon, um die Gäste herzlich zu begrüßen und mit dem Referenten bekannt zu machen. Diesmal ist der Hechinger Kaplan Georg Seelmann zu Gast, der einen Vortrag zum Thema „Mutter oder Schwester? Familienchaos unter Abrahams Kindern. Wie stehen wir zum Judentum?“ halten wird. Doch bevor es so weit ist, steht zunächst das leibliche Wohl im Mittelpunkt.

Das Frühstücksbuffet, das vom Küchenteam des Bildungshauses vorbereitet wird, wartet mit allem auf, was zu einem guten Start in den Tag gehört: Brötchen, Wurst und Käse, aber auch Obstsalat, Quark und Joghurt, Honig und Marmelade. Dazu natürlich Kaffee, Tee und Orangensaft. Die Besucher greifen gerne zu und lassen es sich schmecken.

Eintritt wird beim Frauenfrühstück übrigens nicht direkt erhoben. Um die Unkosten zu decken, wandert aber ein Körbchen durch die Reihen, in das jede, die kann und möchte einen Obolus legen kann.

Kaplan Georg Seelmann macht die Teilnehmerinnen anschließend mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Christentum und Judentum bekannt – ein komplexes Thema, das er lebhaft und bildreich veranschaulicht, was ihm die Zuhörerinnen mit viel Applaus danken.

Über großes Lob dürfen sich am Ende auch die Organisatorinnen freuen: „Es war sehr schön hier, und ich werde auf jeden Fall gerne wiederkommen“, bedankt sich eine Besucherin, die am Donnerstag zum ersten Mal beim Frauenfrühstück dabei war, bei Brigitte Steger, bevor sich alle Teilnehmerinnen mit einer Valentinsrose beschenkt auf den Heimweg machen.

Die Kirschen in Nachbars Garten

Am 14. März Das nächste Ökumenische Frauenfrühstück im Bildungshaus St. Luzen ist am Donnerstag, 14. März, um 9.15 Uhr. Monika Bugalla, Prädikantin aus Vöhringen, referiert über „Die Kirschen in Nachbars Garten – Neid und Eifersucht.“

Nachmittagstreff Der nächste Nachmittagstreff findet statt am Mittwoch, 20. Februar, um 14.15 Uhr. Referent ist Prof. Dr. Hubert Löwenheim, Ärztlicher Direktor der HNO-Klinik Tübingen, der zum Thema „Wenn das Hören nachlässt – Welche Hilfen gibt es?“ spricht.