Der aufmerksamer Rangendinger HZ-Leser Leopold Schwenk war am Freitagmorgen alleine mit Gartenarbeit beschäftigt, als er in unmittelbarer Nachbarschaft zum gestrandeten Wanderzirkus Salto Mortale Traktorengeräusche hörte. Beim Blick über den Gartenrand an der Lindeshalde sah er zwei große Traktoren mit Anhänger stehen, die voll beladen waren mit Heu und Stroh.

Coronavirus in Rangendingen Es geht drunter und drüber

Rangendingen

Landwirt erfährt aus der Zeitung von der Not des Zirkus

Als Leopold Schwenk bei einem Traktorfahrer nachfragte, was dieser mit dem vielen Heu und Stroh vorhabe, gab der Mann zur Antwort, er habe in der Zeitung gelesen, dass ein Zirkus in Rangendingen (die HZ berichtete) für seine mehr als 20 Tiere nun dringend Futter wie Heu benötige und der Circus Salto Mortale durch die Einnahmenausfälle wegen der Coronakrise, weil er nicht mehr auftreten und weiterreisen kann, sich um den Fortbestand Sorgen mache, erzählt Schwenk im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wanderzirkus in Rangendingen Viel Kraftfutter für die Zirkustiere

Rangendingen

Anfahrt beträgt 50 Kilometer

Der Besitzer der Landwirtschaft Thomas Saurer aus Gammertingen-Feldhausen spendete dem Zirkus beide vollgeladenen Anhänger mit zirka 25 Tonnen, einschließlich einer Anfahrt von 50 Kilometern mit zwei Traktoren.

„Eine großartige Geste“

Dies sei eine großartige Geste seitens der Landwirtschaft, die selber jedes Jahr mit etlichen Wetterkapriolen zu kämpfen hat, findet Leopold Schwenk. Mit einem herzlichen Dankeschön – natürlich ohne Händedruck – verabschieden sich die Spender bei den Zirkusleuten.

Wer Salto Mortale ebenfalls helfen möchte, sich zu Corona-Zeiten aber nicht aus dem Haus traut, kann direkt an den Zirkus spenden. Der IBAN dafür lautet: DE73 1001 0010 0966 0581 28.

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Tiere hat die 15-köpfige Zirkusfamilie in Rangendingen mit dabei: zehn Pferde, zwei Esel, drei Ponys, drei Kamele, zwei Lamas, zwei Ziegen und sechs Laufenten.