WOHIN AM WOCHENENDE?: Der Berg ruft - oder auch nicht

Mit Sabine Hegele durchs Wochenende
Mit Sabine Hegele durchs Wochenende
SWP 09.11.2013

Morgen wird Hechingen wieder zum Mekka der Bergläufer. Auf acht Kilometern führt die Strecke vom Weiherstadion rauf in den Hof der Burg Hohenzollern. Und jedes Jahr aufs Neue fragt sich Frau Hegele: Wie machen die das bloß, diese durchtrainierten Männlein und Weiblein, wo nehmen die die Luft her, um da locker, flockig hinaufzujoggen? Frau sbs könnte das nicht! Spätestens nach der halben Strecke bräuchte sie ein Sauerstoffzelt.

Nichts geht mehr nach Kilometer vier - das wäre schon sehr peinlich. Wieso gerade vier? Weil sie sich in jüngerer Vergangenheit auch schon im Joggen versucht hat - und nach exakt dieser Distanz fast am Kollabieren war. Wirklich: Kürzlich hat nicht viel gefehlt und Frau Hegele hätte sich ein Taxi an die Laufstrecke bestellt - so fix und fertig war sie. Was sie daraus gelernt hat? Dass sie einfach nicht fürs Joggen gemacht ist.

Was solls, dann bleibts halt auch künftig beim Rumhampeln auf dem Crosstrainer - besser als nichts zu tun ist das allemal. Erst recht, wenn man so gerne (und viel) isst wie Frau sbs. Mit ein bisschen Fitness, weiß sie, kommt man wenigstens Diäten-frei durchs Leben. Allerdings nur dann, wenn man keine Laufsteg-Figur anstrebt. Für selbige brauchts deutlich mehr Selbstdisziplin. Verzicht lautet da das Zauberwort. Für Frau Hegele ein Unwort!

Wen der Berg morgen nicht ruft, der kann ganz gemütlich in den Tag starten - und beispielsweise die Jahresausstellung des Hechinger Kunstvereins im Rathaus besuchen. Danach könnte ein Abstecher zu den "Fest-Fantasien" in der Villa Eugenia oder den Kneippschen Wohlfühltagen in der Begegnungsstätte am Stadtgarten Spaß machen.

Für heute hat Frau Hegele auch noch zwei Empfehlungen parat: Wenn Sie Musicals mögen, dann lassen Sie sich vom Sängerbund mit "Best of Rebecca" im "Museum" verzaubern; und wenn Sie an der deutschen Geschichte interessiert sind, dann besuchen Sie am Abend die Alte Synagoge: "An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen" heißt es dort im Gedenken an die Pogromnacht am 9. November 1938.