Viele Beobachter hatten sich gefragt, warum kein Repräsentant der Stadt Burladingen bei dem medial bundesweit beachteten Fest am 26. Oktober anwesend war.

Es wurde gemutmaßt, auch Wolfgang Grupp habe den Burladinger Bürgermeister ausgeladen, weil er beleidigt war, dass Harry Ebert kein Grußwort angemeldet oder „abgegeben“ hatte.

Wolfgang Grupp äußert sich jetzt in einem Leserbrief dazu. Er schreibt: „Ich habe am 29. November 2018 unserem Herrn Ministerpräsidenten Kretschmann, Herrn Minister Dr. Müller, Frau Ministerin Widmann-Mauz, Frau Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut, Herrn Landrat Pauli, die IHK Reutlingen und selbstverständlich auch Herrn Bürgermeister Ebert ein Schreiben geschickt und ihnen mitgeteilt, dass ich sie gerne zu unserem 100-jährigen Jubiläum einladen würde.

Ich würde mich auch freuen, wenn sie zu den Mitarbeitern und Gästen ein Grußwort sprechen würden.“

Keine Antwort von Harry Ebert

Weiter heißt es: „Ich bat um einen kurzen Bescheid, ob wir das Grußwort in unsere Einladung aufnehmen dürfen. Von allen Rednern haben wir innerhalb wenigen Tagen eine Antwort bekommen, dass sie gerne ein Grußwort sprechen würden.

Von Herrn Bürgermeister Ebert kam keine Antwort und so hat mein Sekretariat nach über sechs Wochen am 14. Januar 2019 bei seinem Sekretariat angerufen und gefragt, ob wir noch eine Antwort bekommen würden.

Auch auf dieses Telefonat hin, bekamen wir wieder keine Antwort und haben dann entschieden, dass wir die Einladung drucken und Herrn Bürgermeister Ebert als Redner für ein Grußwort nicht aufführen.

Ich war nicht böse, sondern nur überrascht, dass man von Seiten der Stadt mit einer Anfrage von uns so umgeht und sie nicht beantwortet.

Ein Grußwort des Burladinger Bürgermeisters brauchten wir sicher nicht, aber ich wollte dem Bürgermeister von Burladingen als unser Bürgermeister die Möglichkeit geben, ein Grußwort zu sprechen. Dies war eher ein Entgegenkommen meinerseits der Stadt Burladingen gegenüber.

Nachdem dann Herr Bürgermeister Ebert über sein Sekretariat am 13. Juni 2019 mitteilen ließ, also sieben Monate später, dass er oder der Erste Beigeordnete an den Feierlichkeiten teilnehmen würden, habe ich ihn in einem Brief wissen lassen, dass wir, nachdem wir über sieben Monate keine Antwort erhalten hätten, nunmehr auch auf eine Teilnahme von Seiten der Stadt verzichten.“

Bürgermeister entschuldigt sich

„Er hat mich daraufhin angerufen und sich indirekt entschuldigt. Ich habe die Entschuldigung angenommen, aber klar gesagt, dass eine Teilnahme an unserer 100-Jahr-Feier jetzt nicht mehr möglich sei!“

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