Jungingen Wo die Schere ran muss

HORST BENDIX 19.03.2014
Baumschnittübungen einmal anders: In Jungingen war jetzt jedermann als Schüler willkommen, und die Fachwarte kamen ebenfalls von überall her.

Wenn man derzeit in die Streuobstwiesen oder in die Gärten blickt, sehen Obstbäume teilweise verheerend aus. Um dies im eigenen Gärtle abstellen zu können, hatte der Junginger Obst- und Gartenbauverein alle Interessierten in den Lehrgarten eingeladen, um den Verjüngungsschnitt und das Auslichten zu lehren. Annähernd 20 Wissbegierige waren der Einladung gefolgt und ließen sich von anerkannten Fachleuten leiten.

Der Vorsitzende des Junginger Obst- und Gartenbauvereins, Josef Freudenmann, ebenfalls Fachwart, hieß die Teilnehmer willkommen, darunter auch die stellvertretende Vorsitzende Dr. Eva Blendinger und einige die Fachwarte aus der Raumschaft. Ein Grundsatz bei der Baumpflege lautet: "Zuerst beobachten, dann handeln." Und so gingen die Fachwarte auch vor. In Gruppen brachten sie ihr Wissen an den Mann und die Frau. Die Pflege von Obstbäumen sei unverzichtbar, ließ dabei Franz Saup vom Junginger Obstbauverein wissen. Er sei ebenfalls mitten in der Arbeit, um seine eigenen Bäume auf Vordermann zu bringen, um im Herbst reichen Apfel- oder Birnensegen zu erhalten.

Die Fachwarte zeigten auf, dass die Triebbildung und der Fruchtertrag eines Baumes stark beeinträchtigt sind, wenn zu schwache und zu eng wachsende Äste nicht entfernt werden. Auch kranke und nach innen wachsende Zweige müssen raus. Ordentliche Werkzeuge und eine Aluleiter sind die Hilfsmittel, die dabei nicht fehlen dürfen, klärte Josef Freudenmann die versammelten Hobbyobstbauern auf.

So war es beim Aktionstag ein emsiges Schneiden an den Obstbäumen. Jeder konnte etwas lernen. Es wurde von fachgerechter Hand erklärt, die Tipps und Hinweise waren wertvoll - und wurden im Anschluss daran hoffentlich gleich im Hausgarten umgesetzt.

Zum Schluss gab es Kaffee und Kuchen im Lehrgarten. Dabei wurde eifrig gefachsimpelt, und alle freuten sich ob des schönen Frühlingswetters im Banne von Köhlberg und Geißackerries.