Hechingen Wird's ein Ganztagsgrundschulkind?

Die Einschulung ist der große Tag - ob als Ganztagsschulkind oder nicht.
Die Einschulung ist der große Tag - ob als Ganztagsschulkind oder nicht. © Foto:  
Hechingen / ERNST KLETT 22.04.2016
Die Eltern warten auf Antwort, und die sollen sie in Bälde bekommen: Die Stadt Hechingen arbeitet an einer Lösung für die Ganztagsgrundschüler 2016/17.

Gute Noten mit kleinen Abstrichen durch einzelne Stadträte hat es am Donnerstagabend für den Bericht des Hauses Nazareth über die Schülerbetreuung in Hechingen gegeben.

Größere Fragezeichen gibt es allerdings noch immer bei der Betreuung der Ganztagsschüler an der Schloßberg-Grundschule im nächsten Schuljahr: Das Mittagessen in der Alice-Salomon-Schule ist weiterhin ein Provisorium, weil die Mensa erst gebaut werden muss, und auch bei den Räumen für die anschließende Betreuung der Kinder braucht es noch eine Lösung. Denn sicher ist, dass der Ganztagsunterricht stärker nachgefragt wird. Von derzeit 80 wird die Zahl der Mädchen und Buben, die von morgens bis spätnachmittags an der Grundschule sind, ab September auf mindestens 120 steigen. Diese Zahl hat im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats die Fachfrau für Kinder, Jugendliche und Schulen der Stadtverwaltung, Sylvia Sanktjohanser, bekannt gegeben.

Die Ganztagsschüler zum Thema gemacht hatte Freie-Wähler-Fraktionschef Werner Beck. Der forderte die Verwaltung dringend dazu auf, die Gespräche intensiv zu führen, damit die Eltern darüber Bescheid wissen, ob ihr Kind im Schuljahr 2016/17 Ganztagsunterricht besuchen kann oder nicht. Bislang, so wusste Beck, hätten die Familien, noch keine Rückmeldung bekommen. Nachdem sich abzeichne, dass deutlich mehr Schüler den ganzen Tag an der Grundschule sein sollen, gebe es beim Mittagessen wohl eine weitere Schicht, also eine dritte. Werner Beck drängende Frage: "Was ist geplant?"

Sylvia Sanktjohanser konnte zumindest teilweise schon Entwarnung geben. Die Alice-Salomon-Schule stellt ihre Aula ein weiteres Schuljahr lang als Übergangslösung zur Verfügung. Zeit fürs Mittagessen haben die Grundschüler dann von 11.30 bis 14 Uhr. Der Essenslieferant kann das abdecken. Derzeit, so Sanktjohanser weiter, laufen ebenfalls die Personalplanungen des Hauses Nazareth für einen Ausbau der Betreuung. Eine "echte Herausforderung" nannte die städtische Mitarbeiterin jedoch die Raumfrage bei der Betreuung der Kinder nach dem Essen. Immerhin: Von der Rektorin der Werkrealschule, Ursula Schön, gibt es bereits die Zusage für einen weiteren Raum.

In der kommenden Woche soll endgültig ein Knopf dran: Am Montag findet ein abschließendes Gespräch aller Beteiligten statt. Und Sylvia Sanktjohanser gab sich im Verwaltungsausschuss durchaus optimistisch, dass eine Lösung fürs kommende Schuljahr gefunden wird. Unmittelbar darauf sollen die Eltern dann auch Antwort darauf bekommen, ob sie ab September ein Ganztagsschulkind haben oder eben nicht.