Fake News heißen die berüchtigten Falschmeldungen, die durch die sozialen Medien schwirren und dort so manche Hasstirade entzünden. Eine Bastion dagegen ist die gut recherchierte Tageszeitung. Mit diesem gleichermaßen traditionsreichen wie zeitlosen Medium machen Schülerinnen und Schüler Bekanntschaft, die bei „Wir lesen“ mit von der Partie sind. Am Montagnachmittag fiel der Startschuss für die neue Staffel des Bildungsprojektes der Hohenzollerischen Zeitung, das auch in diesem Schuljahr wieder von der Volksbank Hohenzollern-Balingen unterstützt wird.

Wie jeden Herbst und Winter sind zunächst die weiterführenden Schulen an der Reihe („Wir lesen intensiv“), bevor im Frühjahr dann wieder die Grundschulen zur Teilnahme aufgerufen sind („Wir lesen junior“).

Die abermals starke Beteiligung würdigte Volksbank-Marketingleiter Thomas Güntert in seinem Grußwort an die Lehrkräfte, die zur Einführungsveranstaltung in die Hechinger Hospitalstraße gekommen waren. 14 Klassen aus sechs Schulen mit insgesamt 285 Schülern sind in diesem Halbjahr mit von der Partie. Und wieder sind ganz unterschiedliche Schularten aus dem Verbreitungsgebiet der Hohenzollerischen Zeitung vertreten: Vom Gymnasium (aus Hechingen, Haigerloch und Burladingen) über die Beruflichen Schulen (die Kaufmännische Schule Hechingen ist gleich fünffach dabei) und die Werkrealschule (aus Hechingen) bis zur Erich-Kästner-Förderschule aus Burladingen. Sie alle werden sechs Wochen lang die HZ im Klassensatz in die Schule geliefert bekommen.

Ziele, Bausteine, Praxistipps

Wie sie die Tageszeitung am sinnvollsten im Unterricht einsetzen, erfuhren die hohenzollerischen Pädagoginnen von einer Kollegin aus Ulm: Annkathrin Rapp, die das Projekt „Wir lesen“ für weite Teile des SÜDWEST-PRESSE-Verbundes pädagogisch konzipiert hat, stellte Ziele und Bausteine des Projektes vor und gab wertvolle Praxistipps. Sie präsentierte gelungene Beispiele für thematisch sortierte Wandzeitungen, berichtete, wie eine Redaktionskonferenz mit verteilten Rollen im Klassenzimmer ablaufen kann, zeigte, wie Lesetagebücher und andere Langzeitprojekte auf der Basis täglicher Zeitungslektüre entstehen können und bot auch Exempel dafür, wie die ausgelesene Papierzeitung im Kunst­unterricht eine Zweitverwendung finden kann.

Und falls die Jugend mit dem bedruckten Papier wider Erwarten doch etwas fremdeln sollte, bietet „Wir lesen“ auch vielerlei Zugänge zum Online-Journalismus und zum Vergleich zwischen „klassischen“ und „neuen“ Medien. Am Ende sollen die beteiligten Jugendlichen ein Stück weit lesekompetenter und schreibmotivierter sei – und etwas besser gerüstet gegen alles, was mit „Fake“ anfängt und mit „News“ aufhört.

14 Klassen mit 285 Schülern sind dabei


Mit von der Partie sind bei der neuen Staffel des Bildungsprojektes „Wir lesen intensiv“ folgende Schulen und Klassen:

Kaufmännische Schule Hechingen: 1BK1W1, 1BK1W2, 1BK1W3, 1BK1W4, 1BKWI1.

Werkrealschule Hechingen: Klassen 9b und 10.

Gymnasium
Hechingen:
Klassen 9a und 9d.

Progymnasium Burladingen: Klassen 9a und 9b.

Erich-Kästner-Schule Burladingen: Klassen HS1 und HS2.

Gymnasium Haigerloch: Klasse 9a.

Wer will noch mitlesen?


Die Tür ist noch nicht zu: Lehrkräfte, die mit ihren Klassen noch auf den „Wir lesen“-Zug aufspringen wollen, können sich bei der HZ noch unter Telefon 07471/9315-30 oder per Mail an hoz.redaktion@swp.de anmelden. Projektzeiträume sind wahlweise vom 6. November bis zum 15. Dezember oder vom 15. Januar bis zum 2. März.