Für das Burladinger Windkraftprojekt der EnBW haben die ganz konkreten Vorbereitungen begonnen. Wie das Ernergieunternehmen mitteilt, besprachen Vertreter der Fachbehörden des Zollernalbkreises, Mitarbeiter der Stadt Burladingen sowie der EnBW jetzt die nächsten Schritte zur Verwirklichung dreier Windparks auf der Küche (Hermannsdorf), auf Ringelstein (Ringingen) und auf Telle (Stetten).

Eignung der Standorte ist für die EnBW erwiesen

Auf Lasertechnik basierende Windmessungen der EnBW hätten inzwischen „die sehr gute Eignung der Standorte bewiesen“, heißt es in einer Pressemitteilung Theoretisch denkbar seien an den drei Standorten „bis zu zehn Anlagen neuester Generation“. Wie viele geplant werden, hänge jetzt von den „Auswirkungen auf Mensch und Tier“ ab, die geprüft wurden und teils noch geprüft werden: „Dazu hat die EnBW im Laufe des Jahres umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, auf deren Grundlage entsprechende Gutachten erstellt und im Zuge des Genehmigungsverfahrens von den Fachbehörden bewertet werden.“

Nach der Vorantragskonferenz, in der man sich auch über weitere Untersuchungen einigte, plant das Unternehmen, bis zum Sommer 2020 einen Genehmigungsantrag einzureichen.

Genehmigungsantrag soll im kommenden Jahr gestellt werden

Im weiteren Verlauf des Verfahrens wird das Landratsamt den Genehmigungsantrag auf Vollständigkeit prüfen und gegebenenfalls Nachforderungen erheben, was nochmals einen Monat dauern könnte. Anschließend kommt es darauf an, wie sich die Behörde entscheidet – ob ein einfaches Verfahren mit Anhörung der Träger öffentlicher Belange gewählt wird oder das „große“ Verfahren, das auch die Möglichkeit privater Einsprüche zulässt.

Im ersten Fall beträgt die Frist für ein genehmigungsfähiges Projekt drei Monate, im zweiten kann es länger dauern. Ihr Ziel , so die EnBW, sei es, „Ende 2020 eine Genehmigung in Händen zu halten“.

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Ein Kilowatt bringt eine Spülmaschine auf Touren


Vergabe Der „Teilflächennutzungsplan Windkraft“, der die Bereiche Küche, Ringelstein und Telle als Standort ausweist, wurde vom Gemeinderat Burladingen im Herbst 2016 beschlossen. Vorangegangen war die Abwägung der Stellungnahmen von privaten Einwendern sowie Trägern öffentlicher Belange. Ein „Interessenbekundungsverfahren Windenergieanlagen“ wurde von der Stadt 2017 eingeleitet – und der Zuschlag im März 2018 an die EnBW vergeben.

Anlagentyp Zum Anlagentyp für die Standorte erläuterten Projektentwickler Michael Hubmann und Teamleiter Michael Soukup (beide EnBW) 2018 gegenüber dem Gemeinderat, er habe eine Nabenhöhe von 164 Metern, Rotoren mit einem Durchmesser von 149 Metern und eine Energieleistung von vier Megawatt. Die Nähe zur Wohnbebauung gaben sie mit einem „Puffer“ von 700 Metern an.

Leistung Bei der Windenergie an Land (onshore) betreibt das Energieversorgungsunternehmen EnBW bislang in der ganzen Bundesrepublik Anlagen, die rund 500 Megawatt Strom erzeugen. Das für Deutschland gesetzte Ziel des Unternehmens ist es, bis ins Jahr 2020 rund 1000 Megawatt installierte Leistung aufzubauen. Ein Megawatt sind 1000 Kilowatt. Ein Kilowatt entspricht der Leistung, die man in etwa braucht, damit ein Bügeleisen oder eine Spülmaschine auf vollen Touren arbeitet.