Es geht um nichts weniger als ein ein sehr zentrales Stück Stadtentwicklung direkt am neu gestalteten Hechinger Obertorplatz. Und da sind sich Investor und Stadtoberhaupt ganz offenkundig nicht einig – oder beide sind Opfer von Missverständnissen. Philipp Hahn hat am Montag bekräftigt, was am Freitag in der HZ zu lesen war: Er habe einfach zu spät erfahren, dass die Firma EJL ihre neuen Pläne zur Bebauung der östlichen Obertorplatz-Seite nun so weit fertig hat, dass sie im Gemeinderat präsentiert werden können. Kenntnis davon genommen habe er erst in der Runde mit den Fraktionsvorsitzenden vor den Juni-Beratungen. Und da sei es zu spät gewesen, um EJL noch in die bereits übervollen Tagesordnungen für Juli  reinzubekommen.

Hahn: Den falschen Weg beschritten

Der Verwaltungschef wirft EJL-Geschäftsführer Andreas Ermanttraut vor, den falschen Weg beschritten zu haben – und ihm, Hahn, nun die Schuld zu geben. Üblich und richtig wäre gewesen, dass sich die Firma direkt an den Bürgermeister wendet, der bekanntlich die Tagesordnungen zusammenstellt. Als früherer CDU-Fraktionsvorsitzender dürfte dies Ermantraut durchaus bewusst gewesen sein. Man könnte mutmaßen, dass er mit den Fraktionsvorsitzenden mehr Aussichten auf Erfolg gesehen hat. Das wiederum will der Bürgermeister nicht verstehen: Regelmäßig säßen bei ihm Wirtschaftsvertreter und Unternehmer,. Und alle, die ein Gespräch mit ihm  wollten, bekämen einen Termin.

Grundsätzlich: Freude über Einigung

Grundsätzlich drückt das Stadtoberhaupt seine Freude darüber aus, dass  der von EJL verpflichtete Stadtplaner und die Stadtbaumeisterin eine Einigung erzielt haben über die Neubebauung zwischen Eiscafé und Kino. Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Umso bedauerlicher, so sehen es offenkundig auch die Fraktionen, dass die Präsentation nun bis in den Herbst auf sich warten lässt.

Auch interessant:

Hechingen