Hechingen Wie soll die Jugendarbeit künftig aussehen?

Das Juz: ein beliebter Treffpunkt.
Das Juz: ein beliebter Treffpunkt.
Hechingen / SABINE HEGELE 15.06.2013
Die überarbeitete Konzeption für die Juz-Arbeit gibt den pädagogischen Rahmen vor - worüber der Gemeinderat jetzt detailliert zu befinden hat.

Die Arbeit im Jugendzentrum konzeptionell zu überarbeiten war längst überfällig - die Mühe gemacht haben sich die Mitarbeiter Wolfgang Schmidt und Alexander Brotz sowie Stadtjugendpfleger Rainer Püttbach. Letzterer legte die Neufassung jetzt dem Verwaltungsausschuss vor. Dessen Mitglieder wollen das Konzept nun fraktionsintern beraten.

Klar sei, führte Püttbach in der Sitzung der Bürgervertreter am Donnerstagabend aus, dass die Konzeption zunächst den pädagogischen Rahmen vorgebe. Wesentliche Änderungen gegenüber früherer Fassungen nannte er die Aufnahme der Kulturveranstaltung Use your summer als festes Angebot in den Jahreskalender der offenen Jugendarbeit, die Festigung der Mitarbeit im Bereich der Ganztagsbetreuung für die Werkrealschule, die Erweiterung des Angebots um die Ferienbetreuung für Kinder ab der 5. Klasse, die Aufnahme der mobilen Jugendarbeit (Streetwork) sowie die Ausweitung der Öffnungszeiten ins Wochenende hinein. Dazu bedarf es selbstverständlich einer Überarbeitung der Dienstpläne.

In diesem Zusammenhang machte der Stadtjugendpfleger (der in jüngerer Vergangenheit weit mehr als Kindergarten-Betreuer gefordert ist) deutlich, dass mit den vorhandenen 1,5 Stellen für die Jugendzentrumsarbeit weiterreichende Aktionen und Leistungen nur möglich seien, wenn der Aufwand in anderen Bereichen zurückgefahren werde. Wobei es am hauptamtlichen Personal sei, die Jugendarbeit in Hechingen zu steuern.

Bewusst machen müsse man sich, ergänzte Rainer Püttbach, dass mit dem zur Verfügung stehenden Personal viel Wünscheswertes nicht zu realisieren sei. Auch müsse man wissen, dass die Ganztagsbetreuung, je intensiver sie ausgebaut wird, zu Lasten der übrigen Kinder und Jugendlichen gehe.

Vor diesem Hintergrund, machte er deutlich, sei das vorgelegte Juz-Konzept als "Hülle der offenen Jugendarbeit" in Hechingen zu verstehen. An den Fraktionen sei es, diese Hülle mit den gewünschten Inhalten zu füllen. Und dabei den Rahmen des Machbaren im Auge zu behalten.