Wie funktioniert eine Verbraucherinsolvenz?

JS 05.04.2013

Seit 1. Januar 1999 ermöglicht die "Verbraucherinsolvenz" überschuldeten Menschen, die keine selbstständige wirtschaftliche Tätigkeit ausgeübt haben, einen finanziellen Neuanfang. Voraussetzung ist allerdings, dass der Schuldner mit Hilfe einer Schuldnerberatungsstelle oder eines Rechtsanwalts vorher versucht, einen außergerichtlichen Vergleich mit seinen Gläubigern zu erzielen.

Gelingt auch bei Gericht kein zweiter Einigungsversuch, muss sich der Schuldner für die Dauer einer sechsjährigen "Wohlverhaltensperiode", um eine zumutbare Arbeit bemühen und alle pfändbaren Einkünfte an einen Treuhänder abführen. Nur wenn er diesen Verpflichtungen nachkommt, wird er nach sechs Jahren von allen noch offenen Schulden befreit.