Hechingen Widmann-Mauz keine Ministerin für Gesundheit

Hechingen / Natascha Kübler 26.02.2018
Die Balingerin wird nicht Gesundheitsministerin. Im Falle der GroKo ist sie aber als Integrationsministerin gesetzt.

. Seit Ende der Koalitionsverhandlungen war sie als Gesundheitsministerin in aller Munde: Annette Widmann-Mauz, Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Tübingen-Hechingen. Ihr wurden als Gesundheitsexpertin und Vorsitzende der CDU-Frauenunion gute Chancen ausgerechnet. Bereits Sonntagmorgen standen die Zeichen dann aber anders, es hieß, dass nun doch Jens Spahn, Angela Merkels profiliertester Kritiker innerhalb der CDU, Gesundheitsminister werden soll. Sonntagabend kam dann die offizielle Verkündung durch die Kanzlerin: Annette Widmann-Mauz soll, wenn die Große Koalition mit der SPD zustande kommt, Staatsministerin für Integration im Kanzleramt werden.

In  diesem Amt hätte Widmann-Mauz direkten Zugang zur Kanzlerin und würde auch an allen Kabinettssitzungen teilnehmen. Umgangssprachlich wird das Amt auch als „Ausländerbeauftragter“ oder „Integrationsbeauftragter“ der Bundesregierung bezeichnet.

Im Gespräch mit der HZ sagte die designierte Staatsministerin am Sonntagabend, dieser Posten sei für ihre Politlaufbahn ein „toller Aufstieg“ und sie freue sich sehr. Auf die Frage, ob sie enttäuscht sei, nicht Gesundheitsministerin zu werden, meinte die Abgeordnete, nach den vielen Jahren Arbeit im Bereich Gesundheit sei das Staatsministeramt für Integration „eine tolle neue Querschnittsaufgabe“. Angela Merkel habe bei der Besetzung des Kabinetts eine runde Sache, die für alle Seiten passt, entwickeln müssen, äußerte sie Verständnis für die Entscheidung.

Bei dem Staatsministerposten gehe es darum, Konzepte zu entwickeln, wie Integration gelingen könne. „Integration ist kein Selbstläufer, das erfordert Engagement“, meinte Widmann-Mauz. Es gehe darum, in der Gesellschaft ein Miteinander und kein Gegeneinander zu erreichen. Sie wolle Integration fördern und fordern und so zum Zusammenhalt beitragen.

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