Hechingen Werkrealschüler entdecken die eigenen Stärken

Stolz auf ihre Zertifikate: die Gruppe aus der Nähwerkstatt.
Stolz auf ihre Zertifikate: die Gruppe aus der Nähwerkstatt. © Foto: privat
Hechingen / Astrid Jirasek 18.07.2018
Hechinger Werkrealschüler feierten den Abschluss ihrer Projekte zur kooperativen Berufsorientierung.

Ob im Schulgarten oder auf der Streuobstwiese, in der Nähwerkstatt oder der Fahrradwerkstatt – bei vier Projekten der Kooperativen Berufsorientierung (KooBO) konnten Hechinger Werkrealschüler ein Schuljahr lang ihre Stärken entdecken. Jetzt erhielten sie ihre Abschlusszertifikate.

Gefeiert wurde im Schulgarten, in dem die Früchte der Projekt­arbeit direkt zu bestaunen waren: In den Beeten, die die Schüler der Vorbereitungsklasse unter Leitung von Uschi Sauter und mit Unterstützung des Bauhofs und der Gartenbaufirma Zanger auf Vordermann gebracht haben, gedeiht das Gemüse prächtig. Vom Salat und den Radieschen durfte auch gekostet werden. „Wir haben jetzt einen richtig tollen Boden“, schwärmte Gabi Förster vom Bildungsträger BBQ (Berufliche Bildung gGmbH). „Da wächst jetzt alles noch schneller“. Förster koordiniert an der Werkrealschule die KooBO-Projekte, die vom Kultusministerium initiiert wurden und knüpft Kontakte zu außerschulischen Kooperationspartnern, die auch Einblicke in verschiedene Berufsfelder geben. Sie würdigte beim Fest die Arbeit in allen vier Projekten.

Bereits im dritten Jahr gibt es die Fahrradwerkstatt für Siebtklässler, in der unter Leitung von Technik-Lehrer Thomas Brauchle mittlerweile eine ganze Flotte Schulfahrräder gepflegt und repariert wird. Uwe Kimmich zeigte den Schülern nicht nur, wie man am besten einen Schlauch flickt, sondern ließ sie auch einen Blick in seinen Mössinger Fahrradtechnik-Betrieb werfen.

Neu dazugekommen ist das Streuobstwiesen-Projekt, bei dem Siebtklässler ein Jahr lang eine städtische Streuobstwiese bewirtschaften – vom Mähen über den Baumschnitt bis zur Ernte. „Die Ernte ist diesmal leider zu kurz gekommen“, bedauerte Gabi Förster. Das werde sich im kommenden Schuljahr hoffentlich ändern. Fachlich begleitet wurde die Gruppe vom Streuobstpädagogen Hans-Heinrich Rieser. Zudem gab es einen „Ausflug“ in die Holzarbeit: Beim Nistkastenbau halfen Schreiner Johannes Ilg und Nabu-Experte Hans-Martin Weisshap den Schülern.

Die Sechstklässler wiederum durften unter Leitung von Lehrerin Kathrin Boss ihre Fähigkeiten in der Nähwerkstatt testen. Hier steuerte Gabi Förster, selbst gelernte Schneiderin, ihre Erfahrung bei. Es entstanden Reißverschlussmäppchen und kleine Kissen. Kooperationspartner ist die Firma efix tricot, die Stoffe zur Verfügung stellt. Besonders bedankte sich Förster auch bei der Schülerin Jasmin Hamberger. Die Zehntklässlerin hatte die Schüler in der Nähwerkstatt das ganze Schuljahr über unterstützt. Für sie gab’s ein Mäppchen als Geschenk.

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