Hechingen Wenns brennt: raus auf den Balkon

Hechingen / SABINE HEGELE 29.08.2012
Jedes Jahr nutzt die Stadt die Sommerferien, um an ihr Gymnasium Hand anzulegen. Zurzeit wird das Nebengebäude energetisch saniert - wobei in Bauabschnitt eins die Erneuerung des Flachdachs Priorität hat.

Das Nebengebäude des Gymnasiums, zwischen Altbau, Hauptgebäude und Lichtenauhalle gelegen, präsentiert sich aktuell komplett eingerüstet. Und das aus gutem Grund: Es wird im Zuge des Brandschutzes energetisch saniert. Und das in zwei Bauabschnitten.

Zurzeit wird das undichte Flachdach abgeräumt und danach erneuert - mit Wärmedämmung, versteht sich. Im Rahmen dieser Arbeiten auf der stattlichen Fläche von 1100 Quadratmetern werden von den bestehenden 32 Lichtkuppeln 16 geschlossen - die andere Hälfte der Kuppeln wird miteinander verbunden. Immer vier in einer Reihe und in vier Zeilen . . . ergibt vier neue Oberlichtbänder - angesiedelt über der Haupttreppe. Über diese Bänder kann das Gebäude nicht nur belüftet, sondern im Ernstfall auch "entraucht" werden, erklärt Theresia Kleindienst, Architektin der Stadt Hechingen, auf Nachfrage.

In einem zweiten Bauabschnitt (Start ist 2013) wird die Fassade des Nebengebäudes saniert. Es bekommt neue Fenster und dazu eine Wärmedämmung. Nicht zu vergessen: Sowohl an der Nord-West-Seite wie auch an der Süd-Ost-Seite des Schulgebäudes werden nächstes Jahr durchgehende Rettungsbalkone (in einer Stahlkonstruktion mit Gitterrost) installiert. Ergänzt werden sie um zwei Treppentürme, deren Abgänge in Richtung Lichtenauhalle beziehungsweise in Richtung Sportplatz angelegt werden.

In der Summe ist die energetische Sanierung des Nebengebäudes, also die gesamte Außenhülle samt des Daches, mit Kosten in einer Größenordnung von knapp 1,5 Millionen Euro veranschlagt; die Dachsanierung alleine kommt rund 360.000 Euro teuer. Parallel zu den aktuellen Bauarbeiten am Nebengebäude ist man auch im Hauptgebäude des Gymnasiums nicht untätig. Dort werden die Treppenräume ausgebildet - will heißen: Das bis dato offene Treppenhaus wird "eingehaust" und mit Brandschutztüren ausgestattet. In den letzten Zügen liegen außerdem die Arbeiten auf dem Dach: Über das Flachdach des Hauptgebäudes wurde eine Verbindung zum Altbau geschaffen - beziehungsweise umgekehrt. So führt jetzt eine kleine Fluchttreppe über das Dach des Altbaus hinüber zum Anbau aus den 60er-Jahren, von wo aus man das Gebäude über den dann feuersicheren Treppenraum verlassen kann.

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