Stetten bei Hechingen Wenn Pilgern zum Albtraum wird

Herbert Noack (links) las im Johannessaal in Stetten.
Herbert Noack (links) las im Johannessaal in Stetten. © Foto: Horst Bendix
Stetten bei Hechingen / HORST BENDIX 16.03.2016
Ein ermordeter Mönch auf dem Jakobsweg, das ist Stoff für einen Krimi: Herbert Noack las vor 30 gespannten Zuhörern im Johannessaal der Stettener Klosterkirche aus seinem Buch "Albtraum Jakobsweg".

Auf dem Jakobsweg zum Grab des heiligen Apostels im spanischen Santiago de Compostela zu pilgern, ist ein anhaltender Trend. Grund genug für die Hohenzollerische Jakobusgesellschaft, den Buchautor Herbert Noack einzuladen, der seine Pilger-Erlebnisse in dem spannenden und authentischen Buch "Albtraum Jakobsweg" festgehalten hat.

Gespannt verfolgten die rund 30 Zuhörer im Johanessaal der Klosterkirche die Geschichte der Romanhelden Franz und Sarah, die ihre Pilgerreise am Kloster Beuron im Donautal beginnen. Doch ihr Glück wird schnell getrübt, als ein Mönch ermordet wird - der Albtraum beginnt. Plötzlich sind sie in einen Strudel von unglaublichen Ereignissen verwickelt, die sie sogar um ihr Leben fürchten lassen.

Zahlreiche Orte auf dem Pilgerweg, bis nach Frankreich ins Zentralmassiv, erscheinen in dem Buch. Besonders Le Puy-en-Velay, einst einer der bekanntesten Marien-Wallfahrtsorte in ganz Europa, spielt eine tragende Rolle: die 22 Meter hohe Marienstatue mit Jesuskind sowie die schroff aufragende Basaltspitze aus erstarrter Lava und der nach oben steil aufsteigende Vulkankegel St. Michelle, von dem aus man einen herrlichen Blick über die kleine Stadt mit ihren rund 35 000 Einwohnern hat, kommen in dem Buch vor.

Machtgier, religiöser Wahn, Betrug und Manipulation dominieren Noacks Geschichte. Ziel des Autors war es mit seinem Buch "Albtraum Jakobsweg" auf die Gefahr einer immer größer werdenden Kommerzialisierung des Jakobsweges aufmerksam zu machen.

Hingewiesen wurde nach der Lesung noch auf die erste Etappe "Linzgauer Jakobsweg", auf die sich die Hohenzollerische Jakobusgesellschaft in Kooperation mit der Volkshochschule Burladingen begibt. Treffpunkt ist am Samstag, 23. April, um 9 Uhr am Sigmaringer Busbahnhof. Von dort geht es mit dem Reisebus zunächst nach Meßkirch, wo dann die Pilgerwanderung beginnt. Auskünfte erteilt die VHS Burladingen unter der Telefonnummer 07475/89 21 60.

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