Wenn Krimis den Schlaf rauben

HZ-Volontärin Anne Laaß ist bei der Buchauswahl unentschlossen.
HZ-Volontärin Anne Laaß ist bei der Buchauswahl unentschlossen. © Foto:  
ANNE LAAß HZ-REDAKTION 23.04.2016

Einen Buchtipp zu geben, ist gar nicht so leicht, zumal ich mich einfach nicht entscheiden kann. Persönlich liebe ich Klassiker von Leo Tolstoi über Charles Dickens bis zu Jane Austen, Alan Alexander Milne und weiteren überaus guten Autoren sowie Biografien - ob nun Bill Clinton oder Frida Kahlo. Allen Liebhabern von Kurzgeschichten lege ich Dorothy Parkers "Du warst ganz prima: New Yorker Geschichten" ans Herz. Mit Witz, Charme und einem ganz eigenen, teilweise depressiven Stil, schreibt die New Yorker Koryphäe über das Leben in der Metropole. Lange vor Carrie Bradshaw und "Sex and the city" tummelte sich Parker in der Stadt der Superlative und erzählte über Frauenschicksale aller Art.

Mit Gegensätzen und der bestehenden Rollenverteilung in Japan spielt hingegen Rumiko Takahashi. Bekannt wurde sie dem europäischen Publikum durch den Manga "Ranma 1/2". Auch wenn es bei diesem Buchformat an Text mangelt, sprechen die Zeichnungen für sich. Ein aufmüpfiges Mädchen ist in Deutschland wohl kaum besonders, im strengen Japan hingegen schon. Skurrile Charaktere, die dem japanischen Weltbild konträr gegenüberstehen, sammeln sich in dem 38 Bände umfassenden Werk.

Bücher, die ich grundsätzlich verschlinge, sind Krimis. Das letzte Buch, das mich vom Schlafen abgehalten hat, ist von der "Queen of Crime", Agatha Christie. In "Ein gefährlicher Gegener" ermitteln Tuppence und Tommy Beresford. Wobei nichts über ein Abenteuer mit dem belgischen Detektiv geht. An Hercule Poirot habe ich bereits vor Jahren mein Herz verloren. Mit seinen Eigenheiten und "kleinen grauen Zellen" löst er jeden Fall, selbst vom Schreibtisch aus.