Senioren Wenn der Osterhase zu früh kommt

Weilheim / Anton Wolf 14.12.2016

Es war abermals eine gemütliche und fröhliche Runde, und die Teilnehmer genossen das seltene gesellige Miteinander an den adventlich geschmückten Tischen.

Das Helferteam hatte den ehemaligen Schulsaal schön geschmückt mit Kerzen, Tannenreisig, Sternen, einem wunderschönen großen Engel und mit einem Nikolaus auf der Theke. Beim Zugang und auf der Treppe hatte Helga Strobel, die dekorations- und basteltalentierte ehemalige Weilheimerin aus Rangendingen, die ihre Geburtsheimat und die Senioren nicht vergisst, das Motiv des Wohnzimmers und der weihnachtlichen Natur schön dargestellt.

Seniorenteam-Leiterin Gudrun Kanz begrüßte nach der Kaffee- und Kuchenrunde die Anwesenden und wünschte ihnen eine angenehme und unterhaltsame Adventsfeier. Sie vergaß auch nicht die fehlenden Stammgäste, die aus verschiedenen Gründen nicht kommen konnten. Sie hatte wieder ein großartiges Programm zusammengestellt, das viel Freude und Beifall auslöste. In Gedichten und Erzählungen wurde auf das Erscheinen des Nikolauses und des Christkindles in Familien mit Kindern eingegangen. So war zu hören, wie Kinder auf dem Herd unter dem Schornstein Teller in Erwartung der Nikolausgeschenke aufstellten und enttäuscht wurden, was die Mutter dann verbesserte.

Recht lustig war die Geschichte, in der „Urahn, Ahne, Mutter und Kind“ an Heiligabend versammelt sind und auf das Christkind warteten. Als die Tür aufging und der Osterhase hereinkam, waren alle enttäuscht, und der Osterhase entschuldigte sich, seine Uhr sei wohl vorgegangen. Das Lachen war bei den Senioren groß.

Es wurde auch gesungen. Viele Lieder zur passenden Jahreszeit erklangen aus den Kehlen der Senioren und des Helferteams. Texte lagen aus, doch viele Texte kannte man noch aus der Jugendzeit. Sehr interessant war auch die Erzählung von Gudrun Kanz „Der Sprung in der Wasserschüssel“. Einer alten Frau wurden mit zwei Schüsseln täglich Wasser ins Haus gebracht. Eine Schüssel hatte einen Sprung und war deshalb stets halbvoll. Doch die Frau wusste sich zu helfen: Sie streute Samen auf die Straßenseite, auf die das Wasser floss, und freute sich an den Blumen, die dort das ganze Jahr blühten.

Nach dem Programm gab es Geschenke für alle. Gudrun Kanz hatte wieder einmal tief in die Kasse gegriffen. Zuerst kamen die Bäckersfrauen an die Reihe, dann ihr Helferteam, dann der Chronist, der die „Milch des Alters“ erhielt und zuletzt alle Senioren, die ein Glas Bienenhonig bekamen. Gudrun Kanz erhielt einen prächtigen Geschenkkorb, den Johann Stauß und Josef Beck unter dem Beifall der Senioren überreichte. Johann Stauß bedankte sich bei Gudrun Kanz für ihr Engagement und äußerte die Hoffnung, dass sie dies noch lange und gesund tun könne. Bei Einbruch der Dunkelheit wünschte Gudrun Kanz allen Anwesenden und auch den fehlenden Stammgästen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr in der Hoffnung, dass man sich auch 2017 wieder gesund und frohgelaunt treffen könne.

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Diese Nummer erhält der jüngste Weilheimer Seniorentreff in der Auflistung des Ortschronisten Anton Wolf. Kein Zweifel besteht daran, dass sich die Reihe im neuen Jahr fortsetzt.