Bodelshausen Weniger Geld für die Kita

Bürgermeister Uwe Ganzenmüller und Architektin Claudia Senner bei der Einweihung des Kinderhauses Birkenweg im Oktober. Bei der Haushaltsverabschiedung wurde nun klar: Für das Kinderhaus gibt es weniger Geld vom Land. Archivbild
Bürgermeister Uwe Ganzenmüller und Architektin Claudia Senner bei der Einweihung des Kinderhauses Birkenweg im Oktober. Bei der Haushaltsverabschiedung wurde nun klar: Für das Kinderhaus gibt es weniger Geld vom Land. Archivbild
Bodelshausen / SAMIRA EISELE 20.03.2014
Der Gemeinderat Bodelshausen verabschiedete einen Haushalt ohne neue Schulden. Ein wenig überrascht waren die Räte dennoch: Für das Kinderhaus Birkenweg und die Schule kürzte das Land das Budget.

Keine neuen Schulden - das ist der finanzielle Plan der Gemeinde Bodelshausen. Dieses Ziel machte Bürgermeister Uwe Ganzenmüller schon bei der Einbringung des Haushalts im Februar deutlich. Bei der Besprechung und Verabschiedung des Haushalts betonte Kämmerer Horst Köhnlein: "Das ist nur die Planung", bevor die einzelnen Abschnitte des Finanzplans besprochen wurden - Sachentscheidungen kämen später. Bei einigen Punkten hatten die Gemeinderäte dann aber doch Diskussions- und Klärungsbedarf. Für Zündstoff sorgte beispielsweise der Plan der Gemeinde, für eine Zustandsbewertung des Zustands der Gemeindestraßen 30 000 Euro einzustellen.

Die Eckdaten des verabschiedeten Haushalts: Das Gesamtvolumen beträgt 17,3 Millionen Euro. Das sind 4,5 Millionen weniger als 2013 - um keine neuen Schulden machen zu müssen. Der Verwaltungshaushalt ist mit 15,1 Millionen knapp 1,4 Millionen unter dem Niveau des Vorjahres geblieben. 900 000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt werden dem Vermögenshaushalt zugeführt, der mit insgesamt 2,1 Millionen Euro ganze 59 Prozent unter dem Volumen des Vorjahres bleibt. Die wichtigste Zahl ist für Kämmerer Horst Köhnlein allerdings eine Null: Sie steht hinter dem Punkt "Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahme" in der Beschlussvorlage, die der Kämmerer den Gemeinderäten in der Sitzung am Dienstag vorlegte. Die größten Investitionen der Gemeinde sind die Sanierung des Kindergartens Daimlerstraße, Straßensanierungen und der Hochwasserschutz.

Im Verwaltungshaushalt sorgten zwei Zahlen für Überraschungen: Für die Steinäckerschule bekommt die Gemeinde rund 10 000 Euro weniger als geplant vom Land. Schuld ist der Rückgang der Schülerzahlen, dem das Land die Zuweisungen angleicht.

Wesentlich weniger Geld vom Land gibt es auch für das Kinderhaus Birkenweg. Eingeplant hatte Köhnlein Zuschüsse aus dem Finanzausgleich in Höhe von 287 000 Euro. Nun bekam der Kämmerer die Nachricht: Es werden knapp 100 000 Euro weniger. Schuld ist eine Änderung im Finanzausgleichsgesetz. Nach dem Grundsatz "Das Geld folgt dem Kind" werden hier nun die tatsächlichen Kosten verrechnet - und das Kinderhaus wird noch nicht voll genutzt. Bei der Planung des Haushalts hatte Köhnlein diese Zahlen noch nicht und rechnete mit einer geringen Reduzierung des Landeszuschusses. Dass es nun ganze 100 000 Euro weniger sind, habe er "wirklich nicht gedacht", betonte der Kämmerer.

Für leichten Unmut sorgten 2000 Euro, die die Gemeinde aus den Einnahmen der Vereine beim Dorfstraßenfest in den Haushalt eingeplant hatte. Uwe Ganzenmüller erklärte: Mit diesem Betrag seien in der Vergangenheit Dinge angeschafft worden, die auch wieder den Vereinen zugutekommen. Die Räte diskutierten und einigten sich darauf, diesen Betrag nun nicht mehr zu verlangen - und damit vielleicht einen Motivationsschub bei den Vereinen, die nun ihren kompletten Gewinn behalten dürfen, auszulösen.

Bei der Besprechung des Vermögenshaushalts ärgerten sich einige Gemeinderäte über 30 000 Euro, die die Gemeinde unter dem Punkt "Sanierungskonzept und Zustandsbewetung" eingestellt hatte. Mit diesem Geld soll eine Firma beauftragt werden, die per Kamerafahrt den Zustand der Straßen und Gehwege bewerte, erklärte Ortsbaumeister Walter Soulier. Einige Räte meinten jedoch, es wäre ein falsches Signal, wenn die Gemeinde dafür Geld ausgäbe, anstatt die Bürger einfach zu fragen, wo etwas kaputt ist. Nach dem Hinweis, dass eine solche Untersuchung nach dem neuen Haushaltsrecht gemacht werden müsse, einigte sich der Rat darauf, das Geld zunächst im Haushalt zu lassen und über die Umsetzung später zu entscheiden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel