Es geht nicht anders, Claudia Knittel-Bücheler muss sich engagieren, muss anderen Menschen und vor allem Kindern helfen. Sie sammelte nicht nur jahrelang Spenden für ein Wasserprojekt in Afrika, sie unterstützt auch eine Patentochter in Uganda (die inzwischen erwachsen ist) und eine weitere in Südamerika.

Schon seit Jahren baut die 52-jährige Burladingerin mit freundlicher Genehmigung des Bankvorstands zur Adventszeit ein „Weihnachtsdörfle“ im Schalterraum der Volksbank-Hohenzollern auf und bittet um Spenden für soziale Projekte.

Es sind keine großartigen Beträge, die im Lauf der Wochen bis zum Dreikönigstag zusammenkommen, „aber ein bisschen etwas ist es doch“, sagt die leibliche Mutter von zwei Kindern.

Nachdem das Wasserprojekt in Afrika abgeschlossen ist, will Claudia Bücheler-Knittel das jetzt gesammelte  Geld der Hilfsorganisation „nph Kinderhilfe Lateinamerika“ zuleiten.

Verbindung zum Patenkind in Uganda

Weil ihr das aber nicht genug war, hat sie die Patenschaft für Cynthia Pamela Michelle Cruz übernommen. Das Mädchen ist acht Jahre alt und lebt in Honduras. Die Patin überweist regelmäßig einen Geldbetrag, der vor allem die Schuldbildung des Mädchens sicherstellt. Dass das Geld ankommt und sinnvoll verwendet wird, weiß die Geberin aus Briefen der kleinen Honduranerin.

Zu ihrem ersten Patenkind in Uganda, das inzwischen 32 Jahre alt ist, hält Claudia Bücheler-Knittel weiterhin Verbindung, besuchte es erst im vergangenen August. Wie sie sagt, geht es Caroline Amutuhaire gut.

Dass es so ist, dazu hat die Burladingerin nicht nur mit ihren Geldüberweisungen beigetragen: Vor rund zwei Jahren zog sich die Uganderin eine Stirnhöhlenentzündung zu, die sich so weit ausweitete, dass der jungen Frau die Blindheit drohte. Die Patenmutter von der Alb versuchte damals, die benötigten 5000 Euro für eine Operation aufzutreiben. Die Aktion scheiterte. Aber nicht deswegen, weil es an Spenden gefehlt hätte, sondern weil es selbst mit Hilfe des Ordens der Weißen nicht gelang, das Geld zuverlässig nach Uganda zu transferieren.

In ihrer Not kaufte die Burladingerin eine Infrarotlampe, dazu einen Adapter fürs ugandische Stromnetz sowie homöopathische Mittel und schickte alles zusammen per Post nach Afrika.

Heilung mit Infrarot

Es dauerte eine gewisse Zeit, aber es trat dank der täglichen Bestrahlung Besserung ein, nach ein paar Wochen war Carolines Entzündung vollkommen abgeklungen. „Operation nicht mehr nötig“, attestierte der Arzt, die junge Frau konnte weiter ihrem Beruf als Therapeutin nachgehen.

Für die Burladingerin stellt das einen Beweis dafür dar, dass man zuweilen mit kleinen Mitteln großes Leid verhindern kann. Und so freut sie sich über jeden Betrag, der ihr in dieser Adventszeit für ihre Aktion zukommt.

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