Hechingen Weilheimer Störche vor dem Abflug

Weilheim / HZ 29.08.2018
Der Sommer startet temperaturmäßig zwar nochmal durch, aber die Weilheimer Störche sind bereit zum Abschied.

Ja, in welche Himmelsrichtung soll es denn nun gehen? Den beiden Weißstörchen scheint es in Weilheim besonders gut zu gefallen zu haben, denn während die meisten ihrer Artgenossen die weite Reise in die Winterquartiere in Afrika schon angetreten haben, logierten die beiden bis Montag oder sogar auch noch Dienstag auf dem St.-Marien-Kirchturm. Wahrscheinlich ist es das Storchenpaar, das keine Eile zu haben scheint.

Die Jungen sind schon weg

Ihre Jungen dürfen längst über alle Berge sein. Sensationelle vier Vogelkinder haben Herr und Frau Stoch in Weilheim großgezogen. Trotz des extrem heißen und trockenen Sommers hat die Großfamilie genügend Nahrung gefunden. Zu ihren Pfründen gehörten die Wiesen mit kleinem Bachlauf am Ortsausgang Richtung Rangendingen, wo man die Störche oft in der Gruppe speisen sah.

Im Sommer des vergangenen Jahres hatte das junge und noch unerfahrene Storchenpaar zum ersten Mal auf dem Weilheimer Kirchturm genistet, aber seine Jungen leider verloren. Davor waren seit Jahrzehnten keine nistenden Weißstörche im Zollernalbkreis gesichtet worden.

Der Höhepunkt der Storchenbegeisterung in Weilheim ist mittlerweile überschritten. Vielleicht hat der beinahe ausgebliebene Vogeltourismus in diesem Sommer dazu beigetragen, dass es zu keiner Familientragödie gekommen ist. Die Großvögel sind unter behördlicher Obhut gewesen: Zu Besuch im Hechinger Stadtteil war im Frühjahr extra die Weißstorchbeauftragte beim Regierungspräsidium Tübingen, Ute Reinhard.

Ganz Weilheim hat am Nestbau, dem Brutverhalten und der Aufzucht der Jungtiere teilgenommen. Und alle hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Ein zweites Nest soll angelegt werden

Willkommen! Wenn die Langschnäbler im nächsten Jahr wiederkommen, dürfte es ein großes Hallo geben: Sie werden  auf jeden Fall sehnlich erwartet. Wie aus gut unterrichten Kreisen zu hören war, wird über die Errichtung eines zweiten Nestes durch Bürger der Gemeinde nachgedacht. bu

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