Zollernalbkreis Warstein ist bei der Energie ein Beispielgeber

Andreas Düser mit Dieter Fromme, Friedrich Hagemeister, Thomas Merkle, Klaus Fink und Hans-Heinrich Rieser.
Andreas Düser mit Dieter Fromme, Friedrich Hagemeister, Thomas Merkle, Klaus Fink und Hans-Heinrich Rieser. © Foto:  
SWP 26.08.2015
Der Verein SonnenEnergie Neckar-Alb hat sein diesjähriges Arbeitswochenende mit einer Exkursion ins Sauerland nach Warstein verknüpft.

Auf Einladung von Dieter Fromme, langjähriger Vorsitzender des Vereins SonnenEnergie Neckar-Alb und gebürtiger Warsteiner, hatten Vorstands- und aktive Mitglieder die Möglichkeit genutzt, die Fortschritte beim Ausbau der Erneuerbaren Energien im Sauerland zu besichtigen.

Auf einer Fläche von 1328 Quadratkilometer leben im Kreis Soest rund 300 000 Einwohner in 13 Kommunen. Damit ist der Kreis etwa halb so groß wie die Region Neckar-Alb und ähnlich dicht besiedelt. 2013 wurden 33 Prozent des Stromverbrauchs aus Wind (16 Prozent, Solar (7) und Biomasse (8) erzeugt. Die Erträge aus der Windenergie sollen durch den weiteren Ausbau und den Ersatz von älteren durch leistungsstärkere Anlagen deutlich erhöht werden. In der Region Neckar-Alb wurden 2013 lediglich 16 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien erzeugt. Die Windenergie spielte mit weniger als 0,2 Prozent keine Rolle, obwohl laut SonnenEnergie Neckar-Alb reichlich Potenziale vorhanden sind.

Die Zielsetzung des Vereins SonnenEnergie, der 2015 sein 20-jähriges Jubiläum feiert, ist eine 100-prozentige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030. Beim Arbeitswochenende in Warstein wurden nochmals wesentliche Aspekte erörtert. Bei der Jubiläumsfeier am Samstag, 19. September, im Spitalhof in Reutlingen soll eine aktualisierte Fassung des "EnergieSzenario 2030" vorgestellt werden. Der Verein will damit einem breiten Publikum begründet darlegen, dass eine vollständige Umstellung der Energieversorgung in der Region auf eine dezentrale Versorgung aus regionalen Ressourcen bis 2030 möglich ist.

Der Klimawandel hinterlässt auch im Raum Neckar-Alb mit Jahrhunderthagel, Jahrhunderthochwasser und Hitzerekorden seine Spuren. Die Exkursion hat dem Verein vermittelt, dass seine Zielsetzung durchaus realistisch ist.