Was bislang "Feriendorf" gewesen ist, soll zur "Wohlfühl-Oase" im Einklang mit der Natur werden. Das sagt BioVitalPark-Geschäftsführer Wolfram Wäscher, dem das Areal in Gomadingen jetzt gehört.

Die letzten Gäste haben vergangenen Freitag ihre Koffer gepackt. Jetzt ist Großreinemachen im Feriendorf aus den 1970er-Jahren angesagt. Kirchenpfleger Hermann Beck von der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart, die das Feriendorf an die BioVitalPark GmbH verkauft hat, übergab am Dienstagnachmittag den Schlüssel symbolisch an den neuen Eigentümer.

"Wir sind erleichtert, dass es hier weitergeht", sagt Beck. "Jedes Ende hat auch einen Anfang, aus der neuen Konzeption kann was werden. Nicht nur für die Gemeinde, sondern für die ganze Region", fügt der Kirchenmann hinzu.

Wolfram Wäscher, der zudem Geschäftsführer der deutschen Beteiligungs- und Entwicklungsgesellschaft ist, und sein Partner Rainer Walser, Zimmermeister und Gebäudeenergieberater, der in Bad Schussenried die Firma Walser-Holzbau leitet, haben in den nächsten Jahren viel vor.

Die BioVitalPark GmbH plant "ein modernes, ökologisch nachhaltiges Resort" auf dem Grund und Boden des jetzigen Feriendorfes, das abgerissen wird. Es sind 35 neue Häuser, 18 Appartements sowie ein Zentralgebäude mit "unterschiedlichsten Einrichtungen" im Biovitalpark vorgesehen. "Das Resort sieht für seine Gäste gehobene Serviceleistungen auf allen Ebenen vor", so Wäscher.

Auf fertige Pläne angesprochen, winkt er ab. Die seien noch nicht ganz fertig. "Außerdem bekommen die zuerst die Gemeinderäte kommenden Monat zu sehen", fügt Wäscher hinzu. Soviel sei jetzt schon verraten. Die geplanten Gebäude "bestechen nicht nur durch ihr modernes Erscheinungsbild, sondern ebenso durch ihre ökologisch nachhaltige Bauweise und ihr Energiekonzept". Man werde keinen Landhausstil, sondern zukunftsorientiertes Wohnen anbieten.

Das Konzept zielt auf Personen ab, die "bewusst etwas für ihre Gesundheit tun wollen, die Ruhe und Erholung aus ihrem hektischen Alltag suchen". Im Gegensatz zum Feriendorf, das von einem Betreiber, der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart geleitet wurde, ist der Biovitalpark ähnlich wie das Lauterdörfle in Hayingen konzipiert. Investoren kaufen eines der 35 Häuser. In der Zeit, in der sie dort nicht wohnen, können sie die 130 bis 190 Quadratmeter großen Gebäude an Urlauber vermieten. Im Gegensatz zu Hayingen, wo die Holzhäuser im fünfstelligen Euro-Bereich zu haben sind, kosten die Anwesen in Gomadingen zwischen 400 000 Euro und 600 000 Euro.

In den nächsten Wochen und Monaten macht die BioVitalPark GmbH kräftig Werbung für ihren neuen Biovitalpark, der summa summarum mit 35 Millionen Euro veranschlagt wird. "Wenn wir für mindestens zwei Drittel der Häuser Käufer haben, fangen wir an zu bauen", verspricht Wäscher. Die 18 Appartements sowie das Zentralgebäude mit unterschiedlichen regionalen Dienstleitungen, "die den Aufenthalt der Gäste so angenehm wie möglich gestalten", betreibt die BioVitalPark GmbH in Eigenregie. Neben einem Service-Center sind dort beispielsweise eine Arzt- und Physiotherapiepraxis, ein Restaurant und diverse Shops vorgesehen.

Wenn alles nach Plan läuft, kommen im Frühjahr 2015 die Bagger und reißen das Feriendorf ab. Im Sommer des nächsten Jahres soll Baubeginn sein.

Die Eröffnung des Resorts ist für 2016 vorgesehen. Sollte die Nachfrage am Anfang nicht so groß sein, werde die Anlage in zwei oder drei Bauabschnitten entstehen, fügt Wäscher hinzu.

Bevor es richtig losgeht, kommen jetzt erst einmal die Schnäppchenjäger auf ihre Kosten. Am Freitag, 24. Januar, können Vereine, Institutionen und auch Privatleute Geschirr, Stühle, Betten, Matratzen, Bettwäsche, Kühlschränke und vieles mehr preisgünstig von 12 Uhr bis 18 Uhr im Feriendorf kaufen.