Hechingen / swp Jürgen Detel und Rathaus-Hausmeister Michael Endriß haben die Fahne schon am Freitagmittag gehisst.

Am 10. März, dem 60. Jahrestag des gewaltsam niedergeschlagenen Volksaufstand in Tibet von 1959, weht in Hunderten deutschen Gemeinden, Städten und Landkreisen die tibetische Flagge. Mit der Kampagne „Flagge zeigen für Tibet!“ macht auch in diesem Jahr wieder die Regionalgruppe Neckar-Alb der Tibet Initiative Deutschland e.V. in Kooperation mit der Stadt Hechingen auf die bedrückende Menschenrechtslage in Tibet aufmerksam.

„Seit Jahrzehnten leisten die Tibeter friedlich Widerstand und folgen dem friedlichen Weg des Dalai Lama. Die Tibeter geben nicht auf und zählen auf unsere Solidarität. Daher zeigen wir Flagge für Tibet, für Selbstbestimmung, für Menschenrechte“, sagt Bürgermeister Philipp Hahn.

Das Zeigen der tibetischen Fahne ist in Tibet selbst streng verboten und führt zu Gefängnis und Folter durch die chinesischen Organe. Die meisten Tibeter dürfen sich in ihrem eigenen Land nicht frei bewegen. Die Gefahr von Überwachung, willkürlicher Inhaftierung oder spurlosem Verschwinden ist groß. Familien von Tibetern, die ins Visier der chinesischen Behörden geraten sind, werden unter Druck gesetzt und kriminalisiert. Tibet ist heute ein Überwachungsstaat. Die Menschenrechte werden mit Füßen getreten. Obwohl Tibeterinnen und Tibeter in einem Klima von Unsicherheit und Angst leben und ständiger Gewalt durch die chinesischen staatlichen Stellen ausgesetzt sind, leisten sie seit vielen Jahrzehnten ganz überwiegend friedlichen Widerstand. Sie geben nicht auf, und deshalb soll die Solidarität der freien Welt ihre gewaltlose Überzeugung stärken.

Info Weitere Infos gibt es unter www.tibet-initiative.de oder direkt bei Jürgen Detel, detel@tibet-initiative.de