Hechingen Vorhang auf fürs Theatertrepple

Hechingen / Antonia Lezerkoss 22.09.2018
Seinen nächsten Auftritt hat das Hechinger Theatertrepple bei der Langen Nacht der Kultur am 29. September.

Vorhang auf für das Hechinger heatertrepple! Fasziniert von der großen oder auch kleinen Welt der Schauspielerei, haben sich Theaterbegeisterte zusammengefunden, um „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ ihr mimisches Können zu zeigen. Seinen Anfang nahm das Theatertrepple 1997 als Volkshochschulkurs für Amateurschauspieler. Als Laientheater sollte es in erster Linie den Darstellern und Zuschauern Spaß machen. Besonders seit Henriette Lüdenbach 2005 Organisation, Intendanz und Spielleiterung übernommen hat, ist die Truppe alles andere als laienhaft, sondern treibt einen enormen professionellen Aufwand, auch hinsichtlich der Kostüme, Requisite und Ausstattung.

Frei von ökonomischen Zwängen bestimmen das persönliche Interesse am Theater, die Freude am gestaltenden Spiel und die Arbeit im Team den künstlerischen Zugang zur Schauspielerei. Jedes Mitglied des Trepples bringt sein Talent ein: sei es bei der gemeinsamen Entscheidung für ein zu spielendes Stück, beim Bühnenbau, bei Grafik und Design. Die Gruppe ist ein eingeschworener Haufen, der viel Spaß bei den Proben hat. Die beginnen bereits im Spätjahr. Nach der einvernehmlichen Auswahl des Theaterstücks folgt die Rollenverteilung. Keine leichte Aufgabe, denn alle Mimen sollten die Rolle bekommen, die ihnen auf den Leib geschrieben und der Zahl des Ensembles angemessen ist.

Für der Erarbeitung des Stückes gilt die Prämisse „Probieren geht über Studieren“. Jede Szene kann durch unterschiedliche Interpretationen und Variationen eine neue Bedeutung gewinnen, über deren Einsatz das Ensemble gemeinsam diskutiert und bei dem sich die Akteure am besten in ihre Rolle hineinfühlen und sie mit Leben erfüllen können. Das Bühnenbild muss entworfen werden, Kostüme und Requisiten müssen herbeigeschafft und für das Stück angepasst werden, der Einsatz von Schminke ist zu überlegen und schließlich muss der Text gelernt werden. Um sich den neuen Stoff anzueignen, beginnt nach ersten Stellproben die intensive Probenarbeit, der sich die Schauspieltruppe mit großem Eifer, enormer Konzentration und Ausdauer bei regelmäßigen Treffen und Workshops widmet.

Das Ensemble besteht zur Zeit aus sieben Darstellern, die je nach Bedarf in verschiedene Rollen schlüpfen. Mit der Freude an der Teamarbeit und der Lust schauspielernd eine bestimmte Person zu verkörpern begründen Berthold und Jana Lüdenbach ihre Leidenschaft zum Theaterspiel. Für Anna-Maria Rager sind es die verschiedenen, kreativen Aspekte und die Lebendigkeit, die der Kunstform Theater innewohnt. Schon als Kind war Simone Saedler vom Theaterspiel fasziniert und wollte daher richtige Theaterluft schnuppern. Mitzuerleben, wie sich ein Stück entwickelt und wie es bei den Proben langsam Gestalt annimmt, ist für Martina Ziegler, die sich demnächst als Autorin versuchen wird, immer wieder ein spannender Prozess. Gustav Zahn kam durch Marius Vogt zum Trepple und fand so viel Spaß daran, dass er sich für eine Schauspielausbildung in Ludwigsburg entschieden hat. Filmfan Marius Vogt begeistert sich für die kreativen Entfaltungsmöglichkeiten, die das Schauspiel bietet. Gleichzeitig beeindruckt ihn die Professionalität, die das Team an den Tag legt, um das „bestmögliche Ergebnis“ zu erzielen. Er will mit einem Studium für Filmwissenschaft in Mainz sein Hobby zum Beruf machen.

Dreh- und Angelpunkt des Theatertrepples ist Henriette „Henny“ Lüdenbach, die sich kenntnisreich mit leidenschaftlichem Tatendrang und organisatorischem Talent der Theaterarbeit widmet und ihr Team immer  zu reifen Leistungen animiert – zur Freude der Zuschauer.

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Schauspieler zählt das Ensemble des Hechinger Theatertrepples. Hinzu kommt die Hauptperson: Henriette „Henny“ Lüdenbach, der Dreh- und Angelpunkt der munteren Truppe.

Mit Einakter von Curt Götz im Foyer

Vorhang auf Zu erleben ist das Hechinger Theatertrepple am nächsten Samstag, 29. September, im Rahmen der Hechinger Kulturnacht im Foyer der Stadthalle „Museum“. Gespielt wird um 20.30 Uhr und um 22 Uhr der 1920 spielende Einakter von Curt Götz „Minna Magdalena“. In 45 Minuten geht es um große Aufregung bei Professors, weil das gefallene Dienstmädchen in anderen Umständen ist.

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