Das größte Junginger Unternehmen mit annähernd 500 Mitarbeitern, das ständig unter Strom steht, beging am vergangenen Freitagabend im schmucken Ridi-Casino seine Jubilarfeier, bei der auch Seniorchef Richard Diez zugegen war Die hauseigene Betriebsblasmusik unter der Leitung von Franz Schmid untermalte die Feierstunde.

Geschäftsführer Manfred Diez richtete den Blick auf den neuen Ridi-Campus. Man habe bei dem neuen Gebäude zwar einen Bauverzug von etwas mehr als drei Monaten (das heiße derzeit einen Bau ohne vernünftige Heizung, ohne Fußboden und ohne sanitäre Anlagen), doch Diez zeigte sich zuversichtlich, im Juni Juni nächsten Jahres eine große Eröffnungsparty mit allen Mitarbeitern feiern zu können.

Manfred Diez nutzte die Weihnachtsfeier auch dazu, ein kleines Resümee über das abgelaufene Geschäftsjahr zu ziehen. Das Jahr 2018 habe der Bauwirtschaft und dem Handwerk extrem volle Auftragsbücher gebracht. Eigentlich, so Diez, sei dann auch zu erwarten, dass die Lichtbranche als baunahe Branche ebenfalls herausragende Zahlen vorweisen könne. Dem sei aber aus mehreren Gründen nicht so. Die Lichtbranche werde dieses Jahr vielmehr leicht schrumpfen. Gründe dafür sind anhaltender Wettbewerbsdruck mit sinkenden Preisen und deutlich zurückgehenden Exporten.

Dieses Bild zeige sich auch beim Unternehmen Ridi Leuchten, das in den vergangenen Jahren doch recht erfolgsverwöhnt war mit seinen Wachstumsraten. Für 2018 rechnet Diez mit einem Umsatzminus von zwei bis drei Prozent, auch das Exportgeschäft sei leicht rückläufig, während das Inlandsgeschäft sich etwa auf Vorjahresniveau bewege.

An die Jubilare – langjährige Mitarbeiter – gewandt, sagte Diez: „Als Sie bei uns mit Ihrer Arbeit begonnen haben, sah die Lichtwelt noch ganz anders aus, das Thema LED war für uns noch gänzlich unbekannt.“ Heute sei dieser Technologiewandel, der die Beleuchtungsbranche revolutioniert habe, führend. Rund 80 Prozent des Umsatzes von Ridi basiere auf LED-Produkten. In Zukunft werde die Lichtbranche komplett digital sein.

Die Produkte von Ridi machen laut Diez aktuell nicht nur statisches Licht. Licht werde sich mit anderen Gewerken im Bausektor vernetzen, Licht könne Daten erzeugen und liefern und somit neue Geschäftsmodelle möglich machen, richtete Manfred Diez den Blick in die Zukunft. An die Mitarbeiter gewandt sagte der Geschäftsführer: „Wir sollten uns nicht zu stark von dem Bild der Arbeit, wie wir sie heute kennen, leiten lassen, sondern uns mehr Gedanken darüber machen, wie die Arbeit der Zukunft aussehen könnte.“

Im neuen Ridi-Campus will das Unternehmern ab Mitte nächsten Jahres verstärkt auf die Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter setzen, kündigte der Geschäftsführer an. Auf Strukturwandel und Digitalisierung Bezug nehmend zitierte Manfred Diez den Dichter Friedrich Hölderlin: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Auf die heutige Zeit übersetzt heiße dies, dass neue Technologien auch neue Jobs und neue Berufsbilder schafften.

Nach den Ehrungen (siehe Kasten) ging die Jubilarfeier mit einem festlichen Essen zu Ende.

Ehrungen und Verabschiedungen bei Ridi


Ridi-Geschäftsführer Manfred Diez ehrte eine ganze Reihe von Mitarbeitern mit persönlichen Worten und Präsenten.

Für zehn Jahre im Betrieb wurden geehrt: Alexander Lau, Jörg Bausinger, Birgit Wolf, Jürgen Hein, Patrick Jäger, Matthias Schneider, Fabian Wetter, Stephan Wegener, Bettina Baisch, Mona Greiner, Sylvia Sommer, Isabella Eppel, Sabine Proß und Jessica Acciardo.

Für 20 Jahre: Meinolf Niggel, Herbert Schauderna, Natalya Pfeffer, Hans-Jürgen Prokein, Zeljko Raic, Claus Peter Pitzen, Eveline Meier, Waldemar Schwab, Gabriela Sokolowski, Elke Jeromin und Ruzica Pilic.

Für 25 Jahre: Frank Hipp und Michael Freudemann.

Für 30 Jahre: Edmund Schuler, Erich Freudemann, Herbert König und Norbert Handschuh.

In den Ruhestand verabschiedet wurden die langjährigen Mitarbeiter Karl-Heinz Dietrich, Anica Basar, Evelyn Berisha und Günter Vosseler. hb