Bietenhausen Vom Wasserwerk zum Steinbruch

Der Verein für Fortbildung in der Landwirtschaft besichtigte in Bietenhausen auch das Wasserwerk. Foto: Arnold Straubinger
Der Verein für Fortbildung in der Landwirtschaft besichtigte in Bietenhausen auch das Wasserwerk. Foto: Arnold Straubinger
Bietenhausen / ARNOLD STRAUBINGER 24.05.2014
Bietenhausen mit dem Wasserwerk, dem Steinbruch und dem Diasporahaus war Ziel einer Wanderung des Vereins für Fortbildung in der Landwirtschaft.

Treffpunkt für die Wanderer war beim Wasserwerk "Hirrlinger Mühlen" in Bietenhausen, in der nordwestlichen Ecke des Zollernalbkreises gelegen. Gerold Huber aus Meßstetten, Vorsitzender des Vereins für Fortbildung in der Landwirtschaft im Zollernalbkreis, begrüßte die mehr als 60 Teilnehmer.

Max Leins aus Bietenhausen stellte den Ort mit zirka 520 Einwohnern kurz vor. Dann wurde die Gruppe geteilt und das Wasserwerk der Starzel-Eyach-Gruppe besichtigt. Dieses Wasserwerk versorgt 13 Gemeinden mit mehr als 20 000 Einwohnern. Der Rundgang durch das Werk war sehr interessant. Da das Quellwasser den Härtegrad vier aufweist, wird es sehr aufwändig entkalkt. Beeindruckend war auch die Behandlung des Wassers zur Reinigung und die Aufbereitung zum Trinkwasser.

Anschließend folgte eine Besichtigung des Schotterwerks Heinz. Der Muschelkalk ist ein hervorragender Stein, der in der Baubranche vielfach Verwendung findet. Erstaunlich ist die Wandhöhe des Steinbruchs mit 90 Metern. Die Firma Heinz ist sehr darauf bedacht, ihre Produktion im Einklang mit der Natur zu betreiben.

In Bietenhausen wurde das Diasporahaus besichtigt und die Gäste wurden zum Mittagessen erwartet. Die Leiter des Hauses, Gerhard Jauß, stellte die Einrichtung vor, die im letzten Jahrhundert gegründet wurde. Der Verein unterhält mehrere Gebäude und eine Schule für Erziehungshilfe. Neben dem Haus in Bietenhausen gibt es in mehreren Städten Außenwohngruppen. Es werden viele traumatisierte Kinder betreut, wo bei die Zahl der zu betreuenden Kinder stetig steigt.

Nach Kaffee und Kuchen wurde die Dorfkirche St. Agatha besichtigt. An der Außenfassade ist ein Sandstein "Tympanon" eingebaut, das zwei Wölfe zeigt und aus dem 12. Jahrhundert stammen sollt.

Vorsitzender Gerold Huber bedankte sich beim Geschäftsführer, Landwirtschaftsrat Franz Kessler, für die gute Vorbereitung der Wanderung. Die Teilnehmer waren sich einig, einen schönen Tag mit tollem Programm erlebt zu haben, wobei das Wetter hervorragend mitspielte.