Rangendingen Volkskunde am Wegesrand

Rangendingen / CHRISTOPH SCHODER 06.04.2013
Volkskunde am Wegesrand oder sogar mitten im Ort: 53 Kleindenkmale hat der Heimatverein Rangendingen in einer ersten Bestandsaufnahme registriert. Doch die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen.

Geht man durch den Wald in Richtung Bietenhausen an der Starzel entlang, kann man sie entdecken, aber auch direkt im Ort. Meist fallen sie schon nicht mehr auf, weil sie einfach zum Alltag gehören: Gemeint sind die Kleindenkmale, die in ganz Rangendingen zu finden sind.

53 an der Zahl hat der Heimatverein Rangendingen in einer ersten Bestandsaufnahme registriert.

15 davon sind die historischen Grenzsteine, die früher die Grenze zwischen Württemberg und Hohenzollern-Hechingen markierten. Betrachtet man sie von oben, ist oft noch eine eingravierte Linie zu erkennen, die den exakten Verlauf der Grenze kennzeichnet und den Weg zum nächsten Grenzstein weist. Viele sind aber vollkommen mit Moos bewachsen, so dass die Initialen der Länder nicht mehr zu erkennen sind. Der älteste Stein ist im Gewann Spitalwald zu finden und trägt sogar noch einen gekreuzten Bischofsstab.

Auch die bekannten Kreuzwegstationen die zum Bleicherhäusle in Rangendingen führen, zählen zu den registrierten Kleindenkmalen. Zusammen mit zwölf Flur- und Feldkreuzen waren sie Ausdruck der Religiosität und Spiritualität der Rangendinger.

Drei Brunnen und Quelleinfassungen sind registriert, ebenso zwei Wappen an Hauseingängen, der Neidkopf am Heimatmuseum oder der Bilderstock auf der Lindeshalde.

Doch nicht nur historische Objekte sind auf der Liste zu finden, sondern auch Dinge aus neuerer Zeit. Dazu zählen zum Beispiel der Gedenkstein auf der Hochburg, ein beliebtes Ziel sonntäglicher Spaziergänge, der Stein am Mönchshaus, die Erinnerung an den Maler Schetter oder die Hochwassermarken am Heimatmuseum. Jüngst hinzu gekommen ist der Stein zum Abschluss der Flurneuordnung in Jahre 2011.

Viele Monate haben die sieben Heimatforscher akribisch Zahlen und Fakten zusammengetragen, Fotos ausgewählt und in eine Karte eingetragen. Die Ergebnisse konnten dann an Kreisarchivar Andreas Zekorn übergeben werden.

Doch die Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. In Höfendorf und Bietenhausen warten noch einige Schätze darauf, von den Forschern entdeckt zu werden.

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