Rangendingen Viertklässler entdecken den Wald

Rangendingen / Martin Zimmermann 20.06.2018

Zum 18. Mal organisierte Lehrerin Christa Güntner am Dienstagvormittag den Waldtag für Viertklässler. Rund 80 Viertklässler der Rangendinger Grundschule und des Diasporahauses Bietenhausen liefen in Gruppen durch den Wald, transportierten Steine mit untergelegten Baumstämmen und ordneten Felle den richtigen Tierarten zu.

Heuer war es für Christa Güntner das letzte Mal, denn sie geht in den Ruhestand. „Der Waldtag  ist im Internetzeitalter wichtiger denn je. Wir haben Rangendinger Kinder, die noch nie hier am Weiler Berg im Wald waren. Dabei ist es hier doch so schön. Das Moos sieht aus wie bei Herr der Ringe“, sagt sie.

Auch die Zeckenhysterie mancher Eltern spiele eine Rolle, warum viele Kinder nicht mehr im Wald spielen. „Ein Kind hat mir gesagt, der Waldtag sei der schönste Tag seines Lebens gewesen.“ Das sei für sie die  Motivation gewesen.

Annemarie Parisi, die als Oma an einer Station mithalf, stimmt zu: „Kinder müssen auf Bäume klettern und im Wald spielen dürfen. Auch dann, wenn sie sich mal ein Knie aufschlagen.“

Deshalb wird es auch nächstes Jahr einen Waldtag geben, Christa Güntner hat ihre Kollegin Dorothea Wolf bereits als Nachfolgerin eingelernt.

Um 18 Stationen mit Geschicklichkeits- und Wissensspielen zu betreuen, halfen alle zusammen. Neben Eltern wie Tanja Dieringer auch Großeltern und die Neuntklässler der Gemeinschaftsschule. Ann-Kathrin Blattner und Lisa Hoewler betreuten das Baumstamm-Puzzle, Raffael Maute und Sophie Bunke waren als Fahrradkurier unterwegs und hatten einen Verbandskoffer dabei. Neben den Klassenlehrerinnen halfen auch Gemeindemitarbeiter beim Aufbau.

Bei den Stationen wurden Punkte verteilt, je nachdem, in welcher Zeit eine Aufgabe bewältigt wurde. Preise für die Sieger gab es nicht mehr; dafür Urkunden und aus Holz gesägte Trophäen.

„Wir hatten früher Preise von der Sparkasse und der Volksbank. aber die Enttäuschung bei denen, die knapp nicht gewonnen haben, hat irgendwie immer die Freude über den tollen Tag überlagert. Deshalb gibt es bei uns seit einigen Jahren keine Preise mehr“, erklärt Christa Güntner.

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