Die gute Nachricht über den Einwohnerzuwachs im Hechinger Stadtteil geht einher mit einer dringlichen Bitte: Nur nicht wieder in Storchentourismus verfallen und die Tiere bei der Aufzucht stören! Dass Weilheim das zweite Jahr in Folge zur Weißstorch-Hauptstadt der Region erklärt werden kann, ist allerdings auch sensationell. Man kann allmählich getrost von einer Rückkehr der Großschnäbler auf die Zollernalb sprechen – wo seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts keine Störche mehr gebrütet haben. Das Nest auf dem Turm der Weilheimer Marienkirche hat im Mai 2017 den Bann gebrochen. Das Glück aber währte nur kurz: Die damals drei Storchenbabys verendeten kläglich. Als Ursache hatte die Storchen-Fachfrau des Landes auf eine fatale Mixtur getippt: Junge und damit unerfahrene Eltern, eventuell für Hunde gedachte Giftköder und eben den zu argen Trubel durch die Nestschau. Bei den vielbeschäftigten Eltern handelt es sich jetzt mit größter Wahrscheinlichkeit um das Paar aus dem Vorjahr. Es hat Anfang März im Hotel Marien eingecheckt.