Zwölf Bands beziehungsweise Entertainer, zwölf Lokale und dazu bestes „Ausgehwetter“: Es war angerichtet für die neuerliche Auflage der Hechinger Kneipennacht, präsentiert von der Agentur X-Events und der Hohenzollerischen Zeitung. Die musik- und partybegeisterten Besucher ließen sich das Angebot von Blues-Rock über Folk- und Funk-Rock, Deutschrock bis hin zu Rockabilly nicht entgehen und verwandelten die Stadt am Samstagabend zu einer Musikmeile. Allerdings, so war mancherorts zu hören, sei die Resonanz auch schon größer gewesen.

Nicole aus Ebingen, Mailin aus Haigerloch, Elke, Kathrin und Silke aus Mössingen sowie Johnny Bedon aus Balingen haben es jedenfalls nicht bereut, in die Zollernstadt gekommen zu sein, sie fanden das Angebot „einfach supergeil“.

„It’s only Rock’n’Roll“ (but i like it), dieser Song der Rolling Stones bringt auf den Punkt, was die Fans dieses Musikstiles wollen: unverfälschte handgemachte Rockmusik. Und dieser Wunsch wurde dem Publikum bei der Kneipennacht auch erfüllt.

Zwar gestaltete sich der Sturm auf die Lokalitäten zum Auftakt noch etwas zögerlich, doch nach und nach kam „Schwung in die Buden“. Gerade die Oberstadt, in der die Kneipen dicht beieinander liegen, animierte die Feierwütigen aller Altersklassen zum „Kneipen-Hopping“.

Brechend voll war es im „Fecker“, in dem „Matheo & die Bringer“ einheizten. Förmlich durchgeschoben wurde man im „Schwarzbrenner“. Anziehungspunkt waren dort die „Blackbyrds“, viele coole Jungs, die in ihrem Outfit teilweise an die Beatles erinnerten und auch deren Songs interpretierten. Das Publikum sang nicht nur textsicher mit, sondern tanzte auch ausgelassen.

In der „Bar Central“ verzauberte Eva Winter von den „Strummingbirds“ das Publikum mit ihrer ausdrucksvollen Stimme. An der Rhythmusgitarre wurde sie begleitet von Revin Shangula – ein wirklich bezauberndes Paar.

Gleich zweimal Musikgenuss erlebten die Zuhörer im „Mohren“. Während oben „Maybug“ mit Songs wie „Dust in the wind“ von „Kansas“ oder „Hey Mister Tambourine Man“ von Bob Dylan an den 70er-Rock erinnerte, zelebrierte unten im „Mohren“-Keller „Elmar W.“ Folkrock vom Feinsten.

Wer sich in der Oberstadt ausgepowert hatte, der konnte zu Fuß, in die Unterstadt und ins Oldtimermuseum Zollernalb einschwingen. Guten alten Rockabilly gab es dort von den „Lucky 13“. Sie verkörperten mit ihren Songs den Lifestyle der Fifties und Sixties mit Motorrädern und Rock’n’Roll, der richtig abgeht. Da hätte das Ambiente des Museums nicht besser passen können.

Fürs Partyvolk ging es dann wieder nach oben ins „Wunderwerk“, in dem die Band „Raising Crown“ mit Deutsch- und Classic- Rock“ aufwartete. Und um auf die eingangs erwähnten Rolling Stones noch einmal zurückzukommen: „Raising Crown“ spielte den Song „I can’t get no Satisfaction“ aus dem Jahr 1965, was frei übersetzt heißen soll: „Ich bekomme einfach nicht genug.“ Übertragen auf die Besucher der Hechinger Kneipennacht war das für viele sicherlich zutreffend, weil sie das Angebot bis zur letzten Minute auskosteten.