Rangendingen Viele Kostbarkeiten aufbereitet

Walter Heilig, Michael Wild und Konstantin Stauß vom Sängerbund zusammen mit Helmut Strobel (rechts) und Vera Sauer (links) vom Heimatverein.
Walter Heilig, Michael Wild und Konstantin Stauß vom Sängerbund zusammen mit Helmut Strobel (rechts) und Vera Sauer (links) vom Heimatverein. © Foto: ks
Rangendingen / ks 30.08.2018
Der Sängerbund Rangendingen organisiert im Heimatmuseum eine Ausstellung über die 175-jährige Vereinsgeschichte.

Seit 175 Jahren gibt es den Sängerbund Rangendingen – Grund genug für den Verein, diesen Geburtstag mit einer ganz besonderen Ausstellung zu feiern. Die Jubiläumsausstellung im Heimatmuseum zeigt Kostbarkeiten: An den Wänden hängen historische Urkunden und Fotos, die die drei Urgesteine des Sängerbunds, Walter Heilig, Konstantin Stauß und Michael Wild, ausgewählt haben. „Uns ist es gelungen, eine interessante Ausstellung auf die Beine zu stellen. Das Kommen lohnt sich auf jeden Fall“, schwärmt der Vorsitzende des Sängerbundes, Armin Glatz.

Das Sängerbund-Trio wurde im Archiv des Ratshauses und Gemeindehauses fündig. Einige Dinge befanden sich in Privatbesitz. „Der Großteil war verstaubt und die Glasscheiben der Rahmen waren teils zersplittert“, sagt Konstatin Stauß, der sich ebenso gut in der Vereinsgeschichte auskennt wie Walter Heilig und Michael Wild. Schließlich hatten die drei jahrelang im Sängerbund wichtige Vorstandsämter inne. Gelobt wird von den Sängerbundlern die enge und hilfreiche Zusammenarbeit mit den Mitgliedern vom Heimatverein, Helmut Strobel, Gabi Güttler, Bernhard Gisi, Roland Beiter, Magdalena Dieringer, Philipp Heck und Vera Sauer. „Alles hat gut geklappt“, freut sich Helmut Strobel, der Vorsitzender des Heimatvereins ist.

Die letzte Sängerbund-Jubiläumsausstellung liegt 15 Jahre zurück. Vieles war noch vorhanden und musste laut Konstantin Stauß abgestaubt, poliert und aufwändig gereinigt werden. Im Erdgeschoss hängen Urkunden, die die Teilnahme an Gauliederfesten und Wertungssingen belegen, wie auch die Fotoaufnahme von den Gründungsmitgliedern. Nebendran eingerahmt ist ein Zeitungsbericht vom 25. April 1862 aus dem Hohenzollerschen Wochenblatt. „Darin wird von einem Auftritt in Gruol erzählt, der es wohl in sich hatte“, stellt Walter Heilig fest. Die Rede ist von einem unsittlichen Verhalten der Rangendinger Sänger, die zudem noch unflätige Lieder von sich gaben. Was folgte, waren Leserkommentare und eine Zeitungsannonce, die ebenfalls zu sehen sind.

Schade sei es, so Michael Wild, dass es aus den Anfangszeiten bis 1901 keine schriftliche Dokumentation der Vereinsgeschichte, sondern nur Bilder gebe. Die Statuten stammen erst aus dem Jahr 1907. Unauffindbar ist die erste urkundliche Erwähnung. Außerdem werden noch einige Fahnenbänder vermisst. „Bis Freitag stöbern wir nochmals alles durch“, sagt Walter Heilig und ist sich sicher: „Die Fahnenschleifen muss irgendjemand zu Hause haben.“ Weiter zu sehen sind Schriftstücke, von Hand verfasste Notenblätter und Geschäftsbücher, in die mit spitzer Feder geschrieben wurde.

Im Obergeschoss des Heimatmuseums hängen Fotos aus den jüngeren Jahren des Vereins, welche die Jugendarbeit und das Theaterspielen dokumentieren. In einer Vitrine ist die Vereinsfahne aus den Anfangszeiten zu bewundern. Allerdings stieß die Jubiläumsausstellung an ihre Grenzen. „Wir hätten noch viel mehr zeigen können, aber der Platz im Heimatmuseum reichte hierfür nicht aus“, bedauert ­Heilig.

Die Ausstellung öffnet ihre Pforten

Die Vernissage am Freitag beginnt um 19 Uhr. Umrahmt wird sie vom Männerchor des Sängerbundes unter der Leitung von Michael Binder. Walter Heilig, Michael Wild und Konstantin Stauß erläutern die Vereinsgeschichte. Zu sehen ist die Ausstellung an den Sonntagen 2. September, 9. September, 23. September und 7. Oktober, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

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