Hechingen Verlockendes im „Garten Eden“

Die Nabu-Mitglieder zu Gast im Hochschullehrgarten in Nürtingen.
Die Nabu-Mitglieder zu Gast im Hochschullehrgarten in Nürtingen. © Foto: HZ
Hechingen / SWP 07.07.2018
Der Nabu Hechingen besuchte den Lehrgarten der Hochschule Nürtingen.

Gärtnermeister Peter Faber, der die Lehr- und Versuchsgärten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen betreut, und nach mehreren Vorträgen zum naturnahen Garten in Hechingen kein Unbekannter ist, hatte zur Besichtigung eingeladen. Und so weilten kürzlich zahlreiche Natur- und Gartenliebhaber in dem wunderschönen Lehrgarten „Braike“ in Nürtingen. Der Gärtnermeister, selbst Nabu-Aktiver, sorgt dort mit seinen Kolleginnen für eine vom Frühjahr bis spät in den Herbst blühende, höchst vielfältige Pflanzenwelt, die natürlich auch zahlreiche Vögel, Insekten und weitere Kleintiere anlockt und ihnen wertvollen Lebensraum bietet.  Viele Wildbienen, Schmetterlinge und bedrohte Vogelarten, wie der Halsbandschnäpper sind in dem zirka zwei Hektar großen Garten anzutreffen. Im großen Teich geben die Teichfrösche ein fulminantes Konzert, im Wasser blühen Seerosen und Krebsscheren. Aber auch der Mensch genießt die Farbenpracht, die Ruhe und Beschaulichkeit, die Düfte und die Kühle unter schattigen Bäumen, die den „Garten Eden“, wie er in Nürtingen genannt wird, auszeichnen.

Natürlich gab der Gartenfachmann den Besuchern wertvolle Tipps zur Bodenbeschaffenheit und anderen Standortbedingungen, die die einzelnen Pflanzen für ein gutes Gedeihen brauchen. Eine wunderschöne Blume für den „intelligenten Faulpelz“ – so Faber – stellt die Taglilie (Hemerocallis) dar, da sie praktisch überall gedeiht, kaum Krankheiten bekommt und dazu noch essbar ist. Sie gilt als „Geheimtipp“ der chinesischen Küche.

Zur Arbeitserleichterung werden die Blumenbeete mit feinem Rindenmulch abgedeckt. Dies erfordert eine vorherige Düngung, da das Holzmaterial dem Boden Stickstoff entzieht. Alle drei bis vier Jahre muss der Mulch erneuert werden.

Info Der Lehrgarten in Nürtingen ist an Werktagen für die Öffentlichkeit zugänglich, zusätzlich am 1. und 3. Sonntag des Monats von 13 bis 17 Uhr,
Näheres auf der homepage: www.hfwu.de/lvg.

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