Jungingen Schuldenfrei mit vielen Vorsätzen ins neue Jahr

Beim Neujahrsempfang freute sich Bürgermeister Harry Frick (r.) über eine solide wirtschaftliche Lage der Gemeinde.
Beim Neujahrsempfang freute sich Bürgermeister Harry Frick (r.) über eine solide wirtschaftliche Lage der Gemeinde. © Foto: ks
Jungingen / ks 21.01.2019
Jungingen hat in den kommenden Jahren einiges vor. Gut, dass da die Finanzen stimmen.

Gut besucht war der Neujahrsempfang der Gemeinde Jungingen am Samstag im Feuerwehrhaus. Die längst überfällige Ehrung der jungen Weltmeisterin Alessa-Catriona Pröpsteraus Jungingen (siehe obigen Bericht) stand im Mittelpunkt des Empfangs, zu dem auch Fricks Vorgänger Jürgen Weber und Norbert King, Vertreter von Kirchen, Vereinen sowie Junginger Geschäftsleute kamen.

Gemeinde bleibt schuldenfrei

Den Auftakt gestaltete der Kirchenchor. Bürgermeister Harry Frick griff die beherrschenden Themen, die ihn und den Gemeinderat im zurückliegenden Jahr beschäftigten, auf. Als erstes nannte Frick die abgeschlossene Freibad-Sanierung, die der eigens dafür gegründete Förderverein mit 70 000 Euro unterstützte. „Ohne die Freibadfreunde“, so hieß der Förderverein, der sich inzwischen aufgelöst hat, „wäre die Sanierung nicht möglich gewesen.“

460 000 Euro investierte die Gemeinde in ein neues Feuerwehr-Löschfahrzeug, das das bisherige 30 Jahre alte Fahrzeug ablöste. Auf 90 000 Euro belief sich der Zuschuss aus öffentlichen Mitteln. Etwas sorgenvoll blickt Bürgermeister Frick auf das Gewerbegebiet. „Hier haben wir keine Bauplätze mehr“, sagte er. Ebenso seien alle Bauplätze im Wohngebiet „Reute“ verkauft. Harry Frick setzt hier auf die Aktivierung von innerörtlichen Bauflächen sowie auf die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes.

Mit einer Fertigstellung des Lärmaktionsplanes rechnet Frick im kommenden Frühjahr. Dem Lärmaktionsplan würden 6800 Kraftfahrzeuge pro Tag von der gesetzlichen Seite her zugrunde gelegt. Durch Jungingen, so der Bürgermeister, rollen täglich durchschnittlich 10 000 Kraftfahrzeuge. Gute Nachrichten hatte er für Umweltbewusste: Hinter dem Gebäude der ehemaligen Volksbank ist jetzt eine in Betrieb genommene Ladestation für Elektromobile installiert. Umfangreiche Investitionen stehen laut Frick auch dieses Jahr wieder an, wenn an der Grundschule im Ort insbesondere das Dach und die Fassade saniert werden. Frick sieht diese Maßnahme für eine verlässliche Grundschule als besonders wichtig an und sagte: „Ohne die Schule würden wir an Wert und Bedeutung im Killertal verlieren.“ Weitere Punkte sind die Sanierung der Brücke in der Killertalstraße/Schüttestraße, der Austausch der Fallleitung vom Hochbehälter aus ins Versorgungsgebiet der Mittelzone (Holder/Reute), Ersatz eines Tandem­anhängers für den Bauhof und die Umsetzung der Erweiterung der Parkplätze hinterm Junginger Rathaus.

Freudige Nachrichten verkündete Frick zur finanziellen Situation der Gemeinde: „Wir bleiben schuldenfrei und müssen keine Kredite aufnehmen.“

Baugrundstücke gehen aus

Abschließend rührte Harry Frick die Werbetrommel für den kürzlich neugegründeten Verein „Seniorenbetreuung Jungingen“, dessen Ideengeber Jürgen Weber war. Es seien immer noch Freiwillige für den Helferkreis gesucht.

Lobend kommentierte Frick die ausgestrahlten SWR-Filmbeiträge über Jungingen. Frick sagte: „Wir wurden im Fernsehen ganz gut dargestellt“. Und meinte abschließend: „Jungingen steht nach wie vor gut da, hat eine tolle Dorfgemeinschaft, eine solide wirtschaftliche Lage und viele Projekte in den kommenden Jahren.“

Spendabel zeigte sich die Gemeindeverwaltung bei den servierten Snacks und Getränken. Am Schluss wurde das Junginger Lied gesungen.

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