Der HGV Haigerloch hat am Freitag die Reißleine gezogen und den Verkaufsoffenen Sonntag am 21. März kurzfristig abgesagt.

Stadt Haigerloch hat „bis zuletzt versucht“

In einer Mitteilung des Stadt Haigerloch heißt es dazu: „Die Stadt Haigerloch hat bis zuletzt versucht, die Sonntagsöffnung als wichtige Einnahmequelle für den Haigerlocher Einzelhandel zu ermöglichen.
Wir wurden jedoch heute nochmals ausdrücklich vom Landratsamt Zollernalbkreis darauf hingewiesen, dass nach deren Rechtsauffassung der verkaufsoffene Sonntag nicht stattfinden dürfe. Deshalb müssen wir den verkaufsoffenen Sonntag leider absagen.
Ob eine Verlegung dieses Termins möglich ist und somit in diesem Jahr trotzdem an drei Sonntagen geöffnet werden darf, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.“

„Besondere Verkaufsaktionen verursachen Sogwirkung“

In einer Erklärung des Landratsamtes vom Freitag heißt es dazu: „Aufgrund der aktuell geltenden Corona-Verordnung ist die Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen derzeit nicht möglich. Paragraf 1c Absatz 6 der Corona-Verordnung regelt, dass Einzelhandelsbetrieben und Märkten die Durchführung besonderer Verkaufsaktionen, die einen verstärkten Zustrom von Menschenmengen erwarten lassen, untersagt ist. Verkaufsoffene Sonntage fallen unter diese besonderen Verkaufsaktionen, da mit einem verstärkten Zustrom von Menschen an einen Ort zu rechnen ist. Mit dieser entstehenden Sogwirkung ist eine Vielzahl physischer Kontakte verbunden, welche es gerade angesichts steigender Infektionszahlen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren gilt.“

Landrat will am Montag über weiteres Vorgehen entscheiden

Wie das Landratsamt am Freitag weiter mitteilte, bleiben die Läden zumindest am Samstag und am Montag noch wie bisher geöffnet. Am Montag werde im Landratsamt dann beraten, ob Lockerungen zurückgenommen werden. Am Mittwoch und am Donnerstag lag die 7-Tage-Inzidenz im Zollernalbkreis über der 50er-Marke.

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