Die Versammlung der Burladinger Vereine im „Café Roder“ war auf der einen Seite von Aufbruchstimmung getragen. Man hat sich am Montag endlich einmal wieder getroffen, man weiß, was man aneinander hat, man ist entschlossen, sich bei Veranstaltungen weiterhin gegenseitig zu unterstützen und kann Erfolge vorweisen: Veranstaltungen wie das Public Viewing des Fördervereins Sporthalle, die Oldtimertreffen der TSV-Handballer ebenso wie das Fasnetsspiel ziehen regelmäßig ein Massenpublikum an.

Kaum Auskünfte von der Verwaltung

Auf der anderen Seite schwang die Frustration, wenn nicht gar Wut, über die Stadtverwaltung in zahlreichen Wortbeiträgen mit. In die Planung und Gestaltung des Marktplatzes wurden die Vereine, die den Platz später mit Leben erfüllen sollen, nicht mit einbezogen, hieß es. Niemand weiß, was auf dem Areal möglich ist und was nicht. Die Stadtverwaltung ließ Wolfgang Schroft, dem Sprecher der Vereine, nur ein paar dürre Zeilen darüber zukommen.

Können die Bänke auf dem Platz entfernt werden, wenn dort ein Festzelt aufgestellt wird? „Wenn nicht, dann bleibt das nichts weiter als ein wunderschöner Parkplatz“, spottete einer. Wo verlaufen die elektrischen Leitungen unter dem Platz? Gibt es da einen Plan? „Ist doch egal, wo sie verlaufen“, meldete sich ein anderer, „Zelt-Nägel dürfen auf dem Platz sowieso nicht eingeschlagen werden.“ Allgemein wurde die Befürchtung laut, es sei bei der Planung an vieles nicht gedacht wurde. Johannes Leibold, inzwischen Freier-Wähler-Stadtrat, sagte dazu: „Man hat auf die Vorschläge der Vereine gehört –  als es zu spät war.“

Die Zukunft des Weihnachtsmarktes hängt in der Luft

Was ist mit dem Weihnachtsmarkt – so lautete eine weitere Frage. Auch hier tappt die Burladinger Vereinswelt im Dunkeln, dem Vernehmen nach soll das Weihnachtsdorf ein weiteres Mal vor der Stadthalle aufgebaut werden. Und im nächsten Jahr? Allgemeines Rätselraten. Vorbereitungen für das bevorstehende Dorf wurden, soweit bekannt, bisher auch nicht getroffen. Und das wäre, war man der Ansicht, sehr wohl die Aufgabe der Stadt als Veranstalter.

Auch was die von Bürgermeister Harry Ebert für 14. November angekündigte Einweihung des Rathausplatzes angeht, besitzt man kaum Informationen. Nur so viel ist klar – die Stadtkapelle wurde einstweilen nicht eingeladen, zur Feier des Tages zu spielen. Vermutlich bleibt es dabei. Oder auch nicht.

Partnerschaftsfeier statt Stadtjubiläum

Die Vereine fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen und missachtet. Man hat in dem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass die Verwaltung keinerlei Impulse für ein Stadterhebungsfest gab, das im vergangenen Jahr angestanden hätte.  Stattdessen fuhr Bürgermeister Ebert mit einer Delegation nach Le Plessis-Trévise, um dort das 30-Jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zu feiern.

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Jahre übte Wolfgang Schroft das Amt des Sprechers der Burladinger Vereine aus. Jetzt übernahm Eberhard „Ebi“ Brunner den Posten.