„Es besteht die Gefahr des Auftretens von ergiebigem Dauerregen der Stufe 3 von 4“, heißt es in der Unwetterwarnung des DWD. Sie gilt, Stand Montagabend, zunächst bis Dienstag, 18 Uhr.

Wörtlich heißt es weiter:

Ein Großteil der Regenmengen fällt während schauerartig verstärkten und teils gewittrig durchsetzten Starkregenphasen innerhalb von wenigen Stunden. Eingelagert sind auch innerhalb kurzer Zeit Mengen zwischen 15 und 30 Liter pro Quadratmeter örtlich eng begrenzt möglich.

Erneutes Hochwasser ist nicht auszuschließen

In der Folge des Dauerregens sei unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen möglich, warnt der Deutsche Wetterdienst, der für Detailinformationen die Hochwasserzentrale empfiehlt (hier klicken). Auch Erdrutsche könnten auftreten, warnt der DWD und rät: „Schließen Sie alle Fenster und Türen!“

Heftiges Unwetter erst vor wenigen Tagen

Nach den Unwettern der jüngsten Zeit dürfte das vor allem die Bürger in Albstadt beunruhigen. Erst am Donnerstag waren während eines heftigen Gewitters zahlreiche Keller in Laufen vollgelaufen, die B 463 wurde überflutet. In Lautlingen drängen sie nach den Erfahrungen Ende Juni bekanntermaßen ohnehin dringend auf Lösungen in Sachen Hochwasserschutz.

Was bedeuten die Warnungen des DWD?

Der Deutsche Wetterdienst warnt immer dann, „wenn wir wissen, wie die Luftmasse beschaffen ist und was passieren kann“, erklärt die Diplom-Meteorologin Sabrina Krüger an dieser Stelle im Gespräch mit unserer Zeitung. Wo und wann es genau „scheppert“, wie Krüger sagt, könne man seriöserweise nicht langfristig voraussagen. Ernstnehmen dürfte man die aktuellen Warnungen im Zollernalbkreis allemal – angesichts der Erfahrungen der vergangenen Tage.

Zahlreiche Landkreise sind gefährdet

Der Deutsche Wetterdienst stellt nicht nur die Bürger im Zollernalbkreis auf heftigen Regen ein. Zahlreichen Landkreisen in Baden-Württemberg drohen – Stand Montagabend – ähnliche Szenarien, teils offenbar noch heftiger. Von Süden über den Westen Baden-Württembergs ziehende Starkregenfälle bringen von Montagabend bis Dienstagabend verbreitet 40 bis 60, strichweise auch um 80 Liter pro Quadratmeter, heißt es etwa für die Regierungsbezirke Freiburg und Karlsruhe. Der DWD warnt: „Vorsicht! Mit lokalen Sturzfluten, Erdrutschen oder Überschwemmungen ist zu rechnen. Erhöhte Unfallgefahr!“
Die stets aktuelle Warnlage des Deutschen Wetterdienstes auf Landkreisebene: Hier klicken.