Schon der sehr gute Besuch der Jahreshauptversammlung der Feuerwehrabteilung Hechingen-Stadt war für Philipp Hahn „Ausdruck für Ihre großartige Einstellung zur Feuerwehr“. Als Bürgermeister erfülle ihn das mit Stolz, zumal: „Für das Gemeinwohl sind Sie unverzichtbar.“ Nicht von ungefähr stünden Verwaltung und Gemeinderat voll hinter der Feuerwehr. Monetär würde dies durch die jüngst angehobene Entschädigung ebenso sichtbar wie durch die großen Investitionen in die Ausstattung der Feuerwehr. In diesem Zusammenhang richtete Philipp Hahn den Blick voraus auf die Anschaffung eines RW II (Rüstwagen), für den im Haushalt der Stadt Hechingen 520 000 Euro eingestellt sind. Anfang des nächsten Jahres soll das Fahrzeug geliefert werden. Dazu kommen Ausgaben in einer Größenordnung von 140 000 Euro für den Atem- und Strahlenschutz, und noch einmal 10 000 Euro für die Fortschreibung des Feuerwehr-Bedarfsplans.

Kommandant Maik Bulach gab den aktuellen Personalstand in seinem Jahresbericht mit 61 Aktiven an. Dazu kommen 13 Mitglieder in der Altersabteilung sowie zehn Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr der Kernstadt. Unter den Aktiven finden sich 40 ausgebildete Atemschutzträger, 16 Gruppenführer, neun Zugführer und 26 Maschinisten. Elf Feuerwehrangehörige haben im zurückliegenden Jahr die Ausbildung zum Drehleitermaschinisten absolviert, weitere neun die zum Atemschutzträger. Sechs Mitglieder haben ein Seminar in Sachen Hochwasser-Schutzmanagement besucht.

In seiner Rückschau erinnerte Bulach an die Drehleiterweihe samt Tag der offenen Tür im September, an die Kirbeübung beim Bauhof, an die Ausbildung mit der neu angeschafften Drohne, an diverse Wachdienste, Absperrdienste und Brandsicherheitswachdienste.

Die im vergangenen Jahr geleisteten Stunden gab der Kommandant mit 10 179 an. Das sind pro Tag 27 ehrenamtlich erbrachte Arbeitsstunden und pro Mitglied 184 Stunden. Einsätze wurden im Jahr 2018 109 notiert, darunter 43 Brände und 60 technische Hilfeleistungen. Besondere Einsätze nannte Maik Bulach den Brand eines Einfamilienhauses in Rangendingen in der Silvesternacht 2017/18, den Brand eines Bauernhofs in Dotternhausen, den Firmenbrand in Binsdorf sowie den Flächenbrand – beobachtet von der neuen Drohne – im Hochsommer in Hechingen.

Kai Ziemann legte im Anschluss einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vor und listete die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres auf. Die Kassenprüfer Adrian Lagiewski und Andreas Kreller attestierten ­Ziemann eine saubere Buchführung.

Bei den folgenden Wahlen zum Beisitzer in den Abteilungsausschuss Hechingen-Stadt wurden – bei zwölf Bewerbern – in geheimer Wahl Martin Kreller, Marc Schuler, Bernd Weissenegger, Frank Bossert, Marco Mühlberger und Sascha Biesinger gewählt. Aus diesem Sextett rekrutieren sich mit Marc Schuler, Martin Kreller und Bernd Weissenegger auch die Beisitzer für den Ausschuss der Gesamtstadtwehr.

Frank Brecht, stellvertretender Gesamtstadtkommandant, war das Schlusswort vorbehalten, das an erster Stelle von seinem Dank dafür geprägt war, wie groß in der Feuerwehr der Gesamtstadt Hechingen die Bereitschaft ist, Verantwortung zu übernehmen. Die vorangegangenen Beisitzer-Wahlen hätten das eindrucksvoll unterstrichen.

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Feuerwehrmänner der Abteilung Stadt haben sich im zurückliegenden Jahr mit ihrem herausragenden Übungsbesuch verdient gemacht. An ihrer Spitze: Michael Binanzer und Frank Brecht. Sie waren 44 Mal zur Stelle.